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auch der Mond beim Erscheinen der Morgenröthe nach und nachsein Silberlicht — „O Rama, o mein Sohn!" waren seine letztenWorte, und seine Seele entfloh zum Himmel.
Man nennt als Verfasser dieses Gedichts, in welchem Homer,Parmenides und Solon verschmolzen sind, den sehr alten Brah-minen Valmiki. Ein Beweis dafür, daß es aus der »kältestenZeit stammt, liegt darin, daß die Hauptscenen daraus sowohl aufden ältesten Denkmälern dargestellt sind, als auch noch jetzt bei denFesten, Tänzen und Pantomimen, mit den kriegerischen Affen, welchedie Brücke schlagen, dem zehnköpfigen und zwanzigarmigen feindlichenRiesen, den die göttlichen Pfeile zu Boden strecken — vorgeführtwerden. Der Hymnus, welcher diese Epopöe einleitet, vergleichtsie „dem unaufhaltsamen Strome, welcher sich von den BergenValmikiö herniederstürzt und sich in das Meer Ramas ergießt,rein von jeder Beschmutzung und reich an Bächen und Blumen."Im Anfange des Gedichts sagt Brahma: „So lange die Bergestehen und die Stürme auf der Erde fließen, wird die GeschichteRamas unter den Sterblichen verbreitet seyn."
Maha - Barata,
Der Maha-Barata *), oder die große Erzählung von Wiasaist nicht viel jünger. Er behandelt gleichfalls eine EmanationWischnus und die großartigste Scene der indischen Religion: Santi,Sohn des Suta, erzählt bei Gelegenheit des von Kaunako dar-gebrachten Opfers der zwölf Jahre im Walde von Naimasaa, wasVaisam-Paiana vernahm aus dem Munde des ersten Erfindersdieser Epopöe. Sie ist noch nicht vollständig veröffentlicht wor-den ^), weßhalb wir nur auf unvollkommene Nachrichten und Aus-züge angewiesen sind. Der Raya Bischitrabiry stammte imsiebenten Grade von Barata ab, der in Astinapur regierte. Er
') Wörtlich großes Gewicht; dem wenn er niü den vier Vedas abge-wogen wird, neigt sich das Gewicht auf seine Seite,
**) Teste zu Calcuita unternahm die Herausgabe nur des Tertes diesesganzen Gedichtes nach der genauen Collationirung der beiden gelehrtenPundili Nimachand Siromani und Nanda Gopala, Lassenbegann eine Reihe von Commeniarien in der „Zeitschrift für die Kundedes Morgenlandes," Gelängen, 1837—38. Eng. Burnouf bedientesich derselben bei seinen Vorlesungen über Sanskrit am daliege üek'ran^e.