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mit sich selbst! Der berühmteste dieser Könige war Sesostris.Nun leugnet aber der jüdische Geschichtschreiber Josephus, daßer überhaupt König gewesen sey; Manethon und Cheremoneslassen ihn in Amenophis geboren werden und schildern ihn alseinen schwachmüthigen Fürsten, der durch Prophezeiungen und Wun-der in Schrecken gesetzt, vor einem Schwärm empörter Aussätzigernach Aethiopien floh; Lysimachus nennt ihn nicht einmal. Ma-nethon berichtet weiter, Amenophis habe, da er Egypten verließ,seinem Freunde Sethos seinen fünften Sohn vertraut: Chere-mones will dagegen, die Königin sey gerade in diesem Zeitpunktemit demselben schwanger gewesen, habe ihn in einer Höhle geboren,und, zum Jüngling herangereift, habe er sein väterliches Reichwieder erobert. Diodor, welcher Manethon zu den Priestern,welche unwahrscheinliche Geschichten erfanden, zählt, stellt Ame-nophis als einen Helden dar, dessen Weisheit den Ruhm seinesSohnes vorbereitet habe; er habe alle männlichen Kinder, am näm-lichen Tage wie sein Sohn geboren, um denselben versammelt, mitund gleich ihm erziehen lassen und ihm solcherweise ein Gefolgegebildet, das ihm die Erlangung großer Triumphe ermöglichte.Diodor selbst fügt indessen hinzu, über diesen großen Fürsten seienviele Fabeln im Umlauf, und die Gesänge zu seinem Preise stündennicht in Uebereinstimmung mit den Denkmälern.
Welche Widersprüche! Und wie müssen dieselben sich erst häufenin Ansehung weniger berühmter und älterer Könige! Sie schmei-chelten sich, unsterblich zu werden durch die Errichtung ewiger Ge-bäude, und doch sind nicht einmal die Namen der Erbauer der Py-ramiden erhalten worden. Herodot gesteht zu, daß die egyptischeGeschichte erst nach Psammetich Gewißheit erlange vielleicht,weil alsdann der Zutritt zum Lande den Griechen offen war undauch eine Kolonie von Joniern und Cariern an dem die Lagergenannten Ufer gegründet wurde
Einen größern Gewinn bringt das Studium der Denkmäler,dieser Zeugen einer uralten Civilisation eines Kontinents, auf welchem! man die geringsten Spuren der kaum gebornen Kultur wie der
*) Bd. Il, K. 1S4.
**) M<m vergleiche auch noch andere Alten: Slrabo, der dieses Land imBeginne unserer Zeitrechnung besuchte, Plntarch, in einigen seinerLebensbeschreibungen und in der Abhandlung über Isis und Osiris,PorvhiriuS, Zamblichus, H orap oklon und andere Neuplatoniker.