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Erster Band
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Die Athener, die Hebräer und andere aus Egypten' hervor-gegangen Kolonien machten nur vvm Mondjahre Gebrauch. Thalesbrachte aus Egypten nach Griechenland ein Jahr von nur 365Tagen und Herodot erwähnt nicht der angeblich von den Priesternhinzugefügten 6 Stunden Man sagt, die Egypter hätten 363Sonnen- und 832 Mondfinsternisse beobachtet, beobachten ist abernoch lange nicht voraussagen. Wir finden auch nirgendwo, daßThales, der ihr Jünger war, den Tag und noch weniger dieStunde der von ihm verkündeten berühmten Mondfinsterniß bestimmthätte. Uebrigens berücksichtigte der Geographe Ptolomäus nichtim Geringsten die von den Egyptern aufgezeichneten Finsternisse undhält sich lediglich an die der Chaldäer Eudorius, welcher

13 Jahre lang die Wissenschaft des Himmels in Egypten studirte,brachte nach Griechenland nur eine rohe Himmelskugel mit, auswelcher die Stellung her Sterne, wie sie vor einem Jahrtausendangegeben worden, verzeichnet war Noch mehr: Thaleslehrte seinen Lehrer die leichte Methode, die Hohe der Pyramidennach dem Schatten zu berechnen.

Himmelskniide der Chaldäer.

Nicht minder verliert bei solcher Prüfung die Wissenschaftanderer alten Völker. Man erzählt, Calisthcneö, welcher Alexan-der den Großen auf seinem Zuge begleitete, habe von Babylondem Aristoteles Himmelsbeobachtungen der Chaldäer zugeschickt,die auf das Jahr 2200 v. Chr. zurückgegangen seyen. Es läßt sichnichts daraus abnehmen, daß Aristoteles dieser von Simplicius sss-)bezeugten Thatsache nicht erwähnt, da man weiß, daß viele Werkedes Aristoteles verloren gingen, und unter andern auch das Astro-nomicon. Welcher Art waren aber diese Beobachtungen? Wahr-scheinlich bestanden sie in einem Verzeichniß der augenfälligstenNaturerscheinungen, wie Finsternissen, Kometen, Stellungen der

*) Oiox. I.aort. B. I- über Thales,äiav. IV.

Einleitung zu veluludio, Uistoiro äs I'ustroiloinie <!u innveu Lxe.-j-) Ib., auch: Liot, keekerolios sur plusieuis xviiNs äs I'uLtrsuoiuivex^I>t>eniie.

-j-f) Delambre. — Jdeler, Ueber die Astronomie der Chaldäer. Thl. IV.des Ptolomäus von Halma. — Larcber. in den ülemoirss äs I'Iustitutäs Vrauye. vesäouit«, Vvui'» ä'ustionowi«.