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Erster Band
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Wissenschaften gewesen, erklärt sich leicht aus der Bewunderung,welche der Anblick des Himmelsraumcs erregt, aus der Leichtigkeiteiner Wissenschaft, die nur der Mathematik bedarf, da sie lediglichörtliche und räumliche Beziehungen annimmt. Darum hieße es aberdoch auf Sand bauen, wollte man sich auf die von den Alten hinter-lassenen Mittheilungen verlassen. Die Gränzen der Sternbilderwechseln je nach den Schriftstellern, von Hipparch bis auf Ticho-Brahe, Evelius, Flamsteed, Piazzi, und deren Mittheilungenkönnen daher wohl nur zur Wiedererkennung der Sterne dienen.Vor Hipparch hatte man kein Verzeichniß der Gestirne entworfen,hatte daher auch keinen festen Anhaltspunkt für die Bewegungender Sternbilder und Planeten, nach ihnen nicht die Bewegung derSonne und des Mondes berechnet. Im Orient hatte dgs Mysteriumeinige Theorien ohne Zusammenhang entstellt oder falsch angewendet,und nur Griechenland wies die Wissenschaft und Kunst auf diesichere Bahn des Fortschrittes, indem es sie aus der Gewalt derPriester und von den Hieroglyphen befreite.

Stcrndeuterei.

Der Astronomie mußte es scharen, daß sie zur Erforschung derZukunft mißbraucht ward. Die Chaldäer erwarben sich eine großeBerühmtheit in dieser Scheinwiffenschaft. Die Alten unterschiedenihre Astrologie von der egyptischen, deren Erfinder Petosiris undNecepsos gewesen seyn sollten. Die Abendländer stellten das Prog--nosticon der Zukunft nur nach den natürlichen Erscheinungen undden meteorologischen Beobachtungen. Den Griechen und Römernward die Sterndeuterei nur durch ihre Beziehungen zu Egyptenbekannt. Ein Gelehrter sucht mit einem großen Aufwand zu bewei-sen, daß die egyptische Astronomie erst von der Periode an eineneue und wissenschaftliche Gestaltung erhielt, wo die Schule zuAlexandrien zur Bedeutung gelangte, und daß der eigentlich so ge-nannte Thierkreis von den Griechen dahin gebracht worden sey,während die Egypter vor diesem nur astrologische Denkmäler gekannthätten. Diese Ansicht findet eine Stütze in dem Umstände, daß diedurchweg griechischen Figuren der Sternbilder durchaus ohne Be-ziehung sind zu den unzähligen Basreliefs des egyptischen Alter-thums. Da man überdem weiß, daß bis auf Eratosthenes dieGriechen nur eilf Zeichen hatten, so findet man einige Veranlassung,anzunehmen, daß der Thierkreis sich nach und nach unter ihnen ver-vollkommnete, hierauf nach dem Delta gebracht und daselbst vollen-