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Erster Band
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Uebn'gens verdienen die egyplischen Priester nur Lob wegen desGebrauchs, den sie von ihren astronomischen Beobachtungen zurBestimmung des Eintretens der Nilüberschwemmungen, sowie zurErlangung sonstiger Vortheile für das von ihnen civilisirte Landmachten. Sie mußten zu diesem Zweck die Hydraulik studiren, umsowohl zur Bewässerung als zur Schifffahrt das Wasser gleichmäßig zuvertheilen. Der Kanal der Könige hatte vier Verzweigungen, einenFlächeninhalt von 165,000 Meter und konnte selbst große Schiffetragen. Oberhalb Memphis mündete der vom linken Nilufer aus-gehende Iosephskanal in den Kanal von Ilaon, der sich in eineMenge von Bächen zerspaltet und die Gefilde von Arsinoe befruchtet.Wenn ein Landstrich gestraft oder in Zügel gehalten werden sollte,so genügte es, ihm die Bewässerung vorzuenthalten durch Schließungder Kanäle. Ein zur Bestimmung der Abgaben dienender Nilmesserstand an dem höchstgelegenen Orte der Gegend. Die Ueberschwem-mungen nöthigten die Priester, die Geometrie zu studieren wegender beständig gestörten und darum wieder vorzunehmenden Ausmes-sungen und Gränzbestimmungen der Güter. Von dem alten egyp-tischen Namen Chemi leitet man das Wort Chemie her. Die Fort-schritte dieser Wissenschaft in Egypten werden bezeugt durch die anden Mumien häufig angebrachten Emaillen, durch das in den Ge-mälden vorherrschende Kobaltblau, wie überhaupt durch deren nachso vielen Jahrhunderten wohlerhaltene Farbe.

Besonders berühmt ist die Geschicklichkeit der Egypter in der Er-haltung der Leichname. Die der Armen wurden blos in Natron oderin gewöhnlichem Salz ausgetrocknet, in Bänder aus grober Lein-

1460 und 146t, einzeln muliiplicirt mit dem MondcycluS ergaben zweiandere große Perioden von 36,000 und 36525 Jahren. Von diesengaben wir oben eine andere Entstehung an, wonach die Egypter wenigererfahren in den astronomischen Grundlehreu gewesen seyn würden. DiePriester sagten dem Hcrvdot, daß während der 341 Regierungen vorSetboS die Sonne viermal den Ort ihres Ursprunges verändert, zwei-mal die Orte ihres Auf- und Unterganges gewechselt habe. Man willjetzt diese Erzählung dahin erklären, daß die Priester gesagt hätten, zweiSothiakalperioden seyen verlausen, während welcher der erste unbestimmt«Tag des Thaut viermal an entgegengesetzten Punkten sich befundenLabe, in Folge des Ablauft dcS mit dem wirklichen Jahre verglichenenegyptischen bürgerlichen Jahres. Diese wenn auch sehr geistreiche Er-klärung ist nicht sehr plausibel und stimmt nicht wohl mit den WortenHerodot'S übereilt.