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wollen; es sind diese die einzigen, deren Ursprung man auf einehistorische .Persönlichkeit zurückführen kann, und die ausreichen, jegli-chen Laut des menschlichen Mundes zu bezeichnen. Diese tiefe Syn-thesis übersteigt dermaßen die natürlichen Gesetze des Geistes, daßder Gedanke nahe liegt, sie könne nur von Gott selbst oder denvon seinem Anblicke erleuchteten vorsündfluthlichen Patriarchen her-rühren.
Als man übrigens an der Erklärung der Hieroglyphen verzwei-felte , kam plötzlich die Erleuchtung und zwar in Folge eines Ereig-nisses, dessen Zweck ein ganz anderer war. Napoleon, in derAbsicht, die Engländer ins Herz zu treffen und den einst vom hei-ligen Ludwig gefaßten großen Plan auszuführen, landet in Egyptenund sendet mitten unter glänzenden Erfolgen und Unglücksfällen Ge-lehrte zur Erforschung des Landes aus. Unter ihren Entdeckungen,welche, umgekehrt wie die des Kolumbus, eine vergessene alteWelt auf's Neue erschlossen, war die Inschrift von Rosette außer-ordentlich wichtig.
Geschichte von Rosette.
Raschid oder Rosette, die lieblichste der egyptischen Städte, liegtetwa 5 Stunden vom Meere entfernt, wird von den Nordwindenerfrischt und ist von lachenden Gefilden umgeben, die der nahe deralten bolbitinischen Mündung sich in's Mittelmeer ergießende Nilarmbewässert. Als die Franzosen bei der Herstellung der Befestigungeneinen Garten reinigten, fanden sie daselbst einen Obelisken, der einedreifache, griechische, demotische und hieroglyphische Inschrift trug.Sofort die Wichtigkeit ihres Fundes erkennend, wollten sie ihn alsbaldnach Paris befördern; er fiel jedoch in die Hände der Engländer,wodurch er in's britische Museum kam. Waren die drei Teile nurgegenseitige Uebersetzungen, so hatte man endlich das Mittel gefun-den, diese undurchdringlichen Hieroglyphen zu lesen. Die griechi-sche Uebersetzung würde den Inhalt der übrigen erschließen, diegeheimnißvolle Isis den Schleier von ihrem Angesichte sinken lassen;darum ertönte auch freudig durch ganz Europa das Wort des Ar-chimedes: Ich habe es gefunden, unv Sylvestre de Sacy,Akerblad, Pahlin, Poung und andere Gelehrte gingen eifrigan das Entzifferungswerk. Aber nun zeigen sich erst die Schwierig-keiten: Wie soll man diese Hieroglyphen erklären, wenn man dieSprache, die sie auszudrücken hat, nicht versteht?
Wie dem auch sei, so sind doch die fremden Eigennamen in allen