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Erster Band
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Sechsundzwanzigstes Kapitel»

Die Phönizier.

Geschichte und Einrichtungen.

Das glückliche Arabien muß Uralters ein sehr großes, ackerbau-end handeltreibendes Volk beherbergt haben, dessen Schifffahrt sichlängs Afrika bis nach Sofala, an den Westküsten Indiens und denendes mittäglichen Persiens hin erstreckte. Nach einigen Reisendenwar dieses Volk in Aemen — von den Griechen Omeriten oderSabäer später genannt — bereits 6 Jahrhunderte vor Salomoncivilisirt und mächtig. Ein Beweis sür sein Alterthum liegt darin,daß Ninus die Hülfe des Aricus oder Aricus, eines seinerFürsten, verlangte; und nach der Behauptung Strabo's war diesesVolk nach der Weise der Inder und Egppten in Kasten eingetheilt.

Von diesen Arabern stammen wahrscheinlich die Phönizier, oder,wie sie die heilige Schrift nennt, die Kanaanitcr ab; Herodoterwähnt ihrer bereits, wenn er sagt, daß die Araber zu den Zeitendes Cambpses am Mittelmeer von Caditis nach Jeniso Handels-niederlassungen besessen hätten^). Wohl mochten sie Hiebei ein-sehen, welch vortheilhafter Handel mtt Indien über das rothe Meerhin sich anknüpfen ließe, und trachteten, zu dem Ende den Jdu-mäern irgend einen Hafen wegzunehmen. Gewiß ist, daß sie bestän-dige Beziehungen zu den Arabern Saba's unterhielten und wahr-scheinlich bezogen sie von da Gold, welches sich nach Strabo da-selbst in Ueberflnß und oft in Körnern von der Größe einer Nußvorfand; die Eingebornen verarbeiteten es zu Schmucksachen, die siegegen das Doppelte in Silber oder das Dreifache in Bronze ver-tauschten.

Glaubhaft ist demnach, daß die Phönizier Anfangs längs desarabischen Meerbusens in Höhlen wohnten als Fischer und Schiff-fahrer für die Kaufleute Gcdrosiens, Taprobaniens, Gangaridiens,des goldnen Chcrsones, und daß sie diese Lebensweise fortsetzten,auch als sie aus diesen Wohnsitzen durch irgend einen gewaltsamenUmstand vertrieben wurden. Dann war cS, wenn man uns diese

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Ouctäi'oi'iii» 1786.

Vch. m. ö.