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ren, ganz »ach ihrem Gutdünken zu verfahren — und man hateine der gewöhnlichen Geschichten des Mittelalters.
Damit zuletzt das Gemälde seine gehörige Bedeutung und dengewünschten Effekt erreiche/ müssen die Schatten darin zunehmenund sich vertiefen bis zum Jahre 1000. Dann erst/ aber aucherst dann/ mag das Licht wieder nach und nach zum Vorscheinkommen. Nothwendig muß im barbarischen Vaterlande Dante'sund Petrarea's der Geschmack an den Wissenschaften durch jeneden ohnmächtigen Schulen von Conftantinopel entfliehenden armenPedanten geweckt werden. Niemand darf vor Cimabue einenPinsel berührt haben oder als Urheber der ersten Versuche eini-ges Verdienst und Andenken beanspruchen/ bevor der Schutz ir-gend eines Fürsten den Aufschwung der Malerei begünstigt unddie Michel-Angelo und Rafaele schafft: den Italienern mußjede Erinnerung an ihre alten Institutionen verloren gegangensei»/ bis man bei der Plünderung irgend einer Stadt die Pän-derten entdeckt/ welche nun plötzlich an den Schulen gelehrt/ inden gesellschaftlichen Zuständen angewandt/ der ganzen Welt ver-kündet werden. Noch mehr / bis dahin darf nur ein regelloserJargon geschrieben und gesprochen worden sein/ damit urplötzlichdie gewöhnliche Sprache/ gleich der aus Jupiters Gehirn ent-stehenden gewaffneren Minerva/ alS wunderbare Jungfrau zur Er-leuchtung des Weltkreiscs erstehe.
Indessen fehlte eS doch nicht an erleuchteten Geistern/ welchereifes Wissen und Wollen an die Geschichte des Mittclalters setz-ten. Die der Vergötterung der klassischen Periode vorzugsweisebeschuldigten Italiener/ wenn sie sich gleich in der Folge von denAndern überflügeln ließe»/ waren die ersten oder wenigstens un-ter den erste»/ welche sich bemühte« / auf die Quellen aus jenerZeit das gehörige Licht zu werfen und davon einen guten Ge-brauch zu machen *). Der Cardinal BaroniuS gab mit hohem
') Die historischen Materialien dieser Epoche sind ebenso zahlreich, als nochungeordnet und der großen Mehrzahl nach nnansgebemet. Man findetsie aufgesührt in:
Ilankiu», äe Ilvucntinaoum reo»m sviüptoribus. IUp8. 1677. Ne8eiixtorum I'oloiii-v et krussirv Iiistveieoruni vintutidus ot vitiik.Oolon. 1723.
D e Donx, Nikliotbeizue liistori^ue äe ltranee, auxinontee pur I? eretteäe k'enteile. karis 1768.
Cantu, Weltgeschichte. V.
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