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der Liebe/ des Wissens/ der Regsamkeit/ gebotenen Vortheile. Um-hergeschleudert in den Zweifeln und dem Wortgezänk unserer „kri-tischen Epoche" verstehen wir recht eigentlich die „organischeEpoche"/ das Mittelalter / wo die Poeste Religion war und alleRationen vom nämlichen Gefühle geleitet wurden. Früher nurvon großen Philosophen erfaßte Gedanken sind jetzt zu vollstän-digen Systemen verarbeitet. Um die Einzelnen und das ganzeGeschlecht zu kennen / genügt die Betrachtung der äußern Hand-lungen nicht mehr: vor Allem gilt es/ die Gefühle und Vernunft-schlüsse/ welche sie veranlaßte» / zu würdigen und sodann die da-raus entsprungenen Resultate/ die poetischen/ religiösen / theore-tische«/ wissenschaftlichen/ industriellen Resultate. Die Geschichtehat sich nicht mit einem einzelnen Volke/ sondern mit dem ganzenMenschengeschlechte zu beschäftige»/ um als das zu erscheinen/was sie eigentlich sein soll/ ein Gemälde der stäten Fortschritteder Menschheit/ eine beständige Verwirklichung ihrer unendlichenVervollkommnungsfähigkeit/ eine ununterbrochene Offenbarung ih-rer sozialen Bestimmung/ die sich erfüllt durch die Glcichstimmungund Herstellung völliger Einhelligkeit von Gefühl/ Lehre und That.
Somit wäre das goldene Zeitalter nicht hinter/ sondern voruns; nach ihm hin müssen mit Ruhe / Ordnung und Liebe diegemeinschaftlichen Bestrebungen sich richten/ um in einer mitWohlwolle»/ Regelmäßigkeit und Kraft erfüllten Gemeinsamkeitder ganzen Welt den Stempel der Einigkeit/ Weisheit und Schön-heit aufzudrücken.
Die Zeit/ welche die Wahrheit befestigt und die Lüge entlarvt/hat gereift / was in diesen verschiedenen Systemen Vernünftigesund der Gesellschaft Zuträgliches enthalten/ indem sie einer er-habenem und wahrern Ansicht über die Geschichte und ihre Pflich-ten Geltung verschaffte. Man erkannte/ daß sie nur in dem Gradewichtig wird / als sie zur Kenntniß des Menschen verhilft/ dazuanleitet/ den Einfluß der Institutionen und Ereignisse auf dieVölker zu würdige«/ eine gleiche Theilnahme für die Zeiten derLäsaren wie für die Epoche der Friedriche einzuflößen. Dasie davon ausgeht/ daß die Zeit niemals von den Einzelnen be-herrscht wird / selbst wo die Ueberlieferungen über die Menschenihr mangeln/ so zeichnet sie das Leben der Völker und Gesellschaf-ten der Art / daß / indem sie sich an ihren Schmerzen und Hoff-nungen betheiligt/ sie die zahllose Reihe der unbestimmten Ereig-nisse ordnet und verbindet / in denselben die traurigen Ursachen