Band 
Fünfter Band.
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Nach ihrer ersten Erscheinung theilten ste sich in drei Stämme,in die Deneder (Wenden), Anten und eigentlichen Slaven oderSlavinen *); die ersten wohnten südlich von der Ostsee, die zwei,ten an den Ufern des Dniepr, die letzter» an den Mündungender Weser und Oder.

Slavinen,.

Diese, die Slavinen oder Slavenen, zogen sich gegen Anfangdes 5. Jahrhunderts in die mitternächtigen Gegenden zurück, in-dem ste den finnischen Völkerstamm an das Meer zurückdrängten,und gründeten am Jlmensee die Stadt SlavenSk, die man in8taroiö korttäitseko wieder erkennen will. Daselbst trafen stezusammen mit den Roxolanern, einer furchtbaren Nation, dievielleicht aus einer Vermischung der Rossier und Alanen entstan-den war; aus Kiew vertrieben, welche Stadt fir am Dniepr er-baut hatten, verbanden ste steh mit den Slaven zur Erbauungeiner »neuen Stadt" (Nowgorod), die zu solcher Macht gelangte,daß man in den ersten Jahrhunderten sprichwörtlich sagte: »Werwürde cS wagen, mit Gott und Nowgorod der Großen zu kriegen?"

Erstanden.

Nachdem die Veneder die Westküste des baltischen Meers inBefitz genommen, besetzten ste das Land bis zu den Karpathen,von wo die Sueven und andere germanische Stämme steh entfernthatten. Zwischen ihnen und den Slaven bildeten die Elbe unddie böhmischen Berge die Grenze. Die Hauptftämme der Wendenfind die Obotriten, Wilzen oder Welabiten, Lutitzer, Pommern,Moraver, Czechen, d. h. die Vorder», und die Lächcn oderPolen. Die drei erstem verloren stch unter den Völkerschaftendes fränkischen und germanischen Reichs. Die Pommern erhiel-ten stch länger. Die Moraver legten den Grund zu einem mäch-tigen Staate, den die Avaren jedoch in seiner Geburt erstickten.Sie unterwarfen stch hierauf den Czechen, welche mit den Lächenvon der Geschichte kaum gekannte Staaten stifteten.

Böhnicu.

Die Czechen vertrieben die Markomannen aus Böhmen, welcheihrerseits die Bojer daraus verjagt hatten, und erbauten Prag,wo ste, als Freistaat, blühten, bis die Avaren das ganze Groß-

*) krooop, l>« N. tüotli, III, 14. 4 or » an>i e s , 23. U re >!e§»ri u «,0I»'on., 4«, 49.