Band 
Fünfter Band.
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noch ein junger Man»; er fand sich NarseS gegenüber/ der ihnnach Armenien zurückschlug/ und der bald/ nachdem er unter diekaiserliche Fahne übergetreten war/ die KriegSverwaltung vonDara erhielt. Beide nahmen großen Antheil an den folgendenKriegen.

Juftinian befahl dem NarseS/ bei Mindena eine zweiteFestung zu bauen/ aber die Perser beklagten sich hierüber undbehaupteten/ daß eine so große Zahl von Befestigungen den Frie-den beeinträchtige; als man ihnen aber kein Gehör gab/ griffensie die Römer an/ trieben sie zurück und zerstörten die neuenWälle. So war Her Krieg erklärt und Belisar schlug an derSpitze bedeutender Streitkräfre die Perser/ verfolgte sie und be-setzte Persarmenien (528).

Die Perser vereinigten nun aber ihre Bewegungen mit denender Sarazenen. Der König dieses Volkes/ Al-Mondar/ wel-cher das Land genau kannte/ riech/ das römische Gebiet nichtdurch Mesopotamien und OSroene zu betreten/ sondern sich aufSyrien und Antiochien zu werfen/ welche ihnen eine reiche Beuteversprächen und zugleich zum Stützpunkt für weitere Unterneh-mungen dienen könnten. Belisar eilte herbei/ um Antiochia zudecken/ aber sein Heer wollte im Vertrauen auf seinen Muth unddie Wunderzeichen eine Schlacht liefern; bei Callinikä besiegt/vermochte die Geschicklichkcit des Feldherrn blos seinen Rückzugzu sichern. Belisar wurde hierauf zurückberufen/ sei es/ daß derKaiser ihn wegen seiner Niederlage bestrafen/ oder ihn über denKrieg gegen die Vandalen zu Rathe ziehen wollte. An seineStelle kam Sitta/ der indeß nicht hindern konnte/ daß der Feindrn Armenien einfiel und Martyropolis belagert wurde.

Ehosroe der Große (Nushirvan). 532—579.

Mittlerweile starb Kobad in dem Palafte von Ktesiphori/und die Tiare wurde seinem Willen zufolge dem Chosroe (Koöru)aufgesetzt/ welcher lange Zeit den Römern furchtbar war und inden morgenländischen Traditionen noch jetzt unter dem Name»Nnshirvan/ d. h. der Gerechte *)/ berühmt ist. Sein Vater

.*) Dieser schöne Name ist jedoch nur eum xvano «alis zu verstehe», denn.wie alle orientalischen Fürsten ans alter und neuer Zeit kannte er keineandere moralische Richtschnur als seinen Willen, er scheute keinen Krieg,weil er ungerecht war, oder Ströme von Blut kostete, und befreite sichvon der Furcht vor Empörungen durch Ermordung seiner beiden Bruder.