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Der Pclopomieö wurde alöbald mit Maulbeerbäumen bepflanzt,ein Umstand, dem er den Namen Morea verdankt.
reorganisirt, und niedergerissen und gebaut, und seine Sorge auf dasGroße wie auf das Kleine erstreckt? Die Künste standen in hoher Blüthe,das läßt sich'keineswegs läugnen, vornämlich die mechanischen und demLnrns dienenden. Der Hauptban Justinian's, die Sophienkirche, gibtselbst noch jetzt in ihrer Entkleidung, in ihrer Herabwürdigung zur frostignackten Moschee laut Zeugniß, daß große Geister znfanmieiihalfen, einsolches Werk auszuführen. Und diese Geister haben noch vieles andereSchöne und Herrliche, das leider dem Loose der Vernichtung heimfiel,geschaffen, zumal, ja fast allein, in der überaus Volk- und goldreichenKaiserstadt, dem Haupistapelplatz der Well, im Schatten des glanzvollen,alles Mark der Provinzen verschlingenden Hofes. Zunächst ist dann Nle-randrien zu nennen. In den übrigen Städten fast durchweg war dasLeben welk, wie in den Gliedern des Cholerakranken, aus denen sich allesBlut zum Herzen drängen will. Man schwatzte viel vom Heben des ma-teriellen Wohlstandes, und versank dabei immer tiefer in die Armuth. . . .WaS dann die Pflege der Wissenschaften anbetrifft, so meinte Justinianund ein großer Haufe Zeitgenossen mit ihm,, es sei noch nie so tief inihre Schachten eingedrungen, noch nie so reichliche Ausbeute gemacht undso geschickt verarbeitet worden, als in ihren sonnenhellen Tagen riesenhaftenFortschrittes ; die Nachkommen haben aber ein anderes Urtheil gefälltund einstimmig behauptet, es sei damals das wissenschaftliche Treiben sehrpedantisch und geistlos geworden, das Studium der Alten in kleinlichephilologische Wortklauberei und starre, abgeschmackte Nachäfferei entartet,weder Philosophie noch Theologie, weder die geistliche noch die profaneBeredtsauikeit, noch irgend eine andere Disciplin habe sich merklich gehoben,und ward auch die Welt von einer nicht gezählten Menge Schriftstellernmit nicht gezählten Werken beschenkt, man kennt auch kein einziges, dasetwa ausgezeichnet heißen dürfte. Es wurden meist blos Compilationengeliefert. Mit Vor- und Geldliche warf man sich auf die Jurisprudenz....Alles beaufsichtigte, Alles modelte, Alles regierte der Staat. Die vomHos genährten theologischen Zänkereien zerrütteten nothwendig das Schul-wesen, wie in unsern Tagen die politischen; ward z. B. ein Lehrer alsOrigenist bezeichnet, oder wagte er es gar, vor dem Cäsaropapismus zuwarnen, dann schlug bald seine letzte Stunde. Für die eigentlichen ge-lehrten Prunkanstalten oder Akademien des Reichs war ohnehin kein Manngeeignet, der nicht den Höflingen mundgerecht redete, staunenswerth wind-Leutelie, und vor allem der kaiserlichen Majestät ohne Maaß und ZielWeihrauch streute." Damberger, A. a. O. Bd. I. S. 205 und 206.Die Kriege mit den Dstgothen und der Drei-Kapüels-Sireii, welche Er-eignisse noch in die Regierungsperiode Justinian's fallen, werden inbesondern Abschnitten besprochen, was sich von den blos gleichzeitigenEreignissen in Franken u. s. w., sowie von dem Kirchen- und Kulturgeschicht-lichen von selbst versteht. D. B.