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erließ (551)/ verleitet von TheodoruS, ein neues Edict zurWiderlegung der drei Kapitel/ die standhaften Bischöfe wurdenverfolgt/ von ihren Sitzen gedrängt/ zur Synode nur Krca-turen des Hofes berufe». Da erließ der Papst eine Bannbullewider Theodor AskidaS von der PeterSkirche aus / in welcheer geflohen war. Da aber das Volk ob der grausamen Behand-lung des apostolischen Greifes murrte/ kehrte er auf dringendesBitten des Kaisers freiwillig (Andere behaupten/ Schergen hät-ten ihn mit Gewalt vom Altare hinwcggerissen und zurückgc-fchleppt) in die Gefangenschaft zurück/ welche immer härter wurde;er litt jedoch geduldig/ und sprach zum Kaiser: Nur den Vigi-liuö/ nicht den Apostelfürsten Petrus hältst du gefangen! Miteinem so falschen Hofe wie der byzantinische war indessen aufrechtlichem Wege nicht an'S Ende zu kommen. Trotzdem Vigi-liu§, der in Folge der frühern unrechtmäßigen Erlangung seinerStelle aller Stärkung von Oben zu entbehren schien/ daher seinSchwanken zwischen apostolischer Festigkeit und schwacher Nach-giebigkeit/ so weit sich gefügt/ als er nur irgend vermochte/ undnur daS Nothwendigste forderte/ konnte er davon nach dem Auf-tritte in der St. PeterSkirche nicht abgehe«/ was weltliche undgeistliche Hofleute immer versuchen mochten. Da erneuern stehdie Neckereien und Quälereien/ nicht blos wirb sein wiederholtesAnsuchen/ den Kaiser persönlich zu spreche«/ mit Hohn zurückge-wiesen; man sperrte ihm allen Umgang mit Personen ausser seinerWohnung ab/ die Lage wurde von Tag zu Tag unleidlicher/ be-drohlicher/ und so faßt Vigiliuö nochmals den Versuch/ zu ent-weichen/ fährt bei Nachtzeit in strenger Winterkälte/ zwei Tagevor dem WeihnachtSfcste (2>'1. Dez. 551) über den BosporuS/ voneinigen Geistlichen bekleidet/ und sucht ein Asyl zu Chalcedon inder berühmte» Hauptkirche der heil. Euphemia. Hier wird erverschiedentlich beschickt/ wird krank vor Kummer/ und erläßt einRundschreiben an die allgemeine Kirche/ doch kaum in der Fas-sung/ wie das auf uns gekommene äut. 5. Febr. 552 lautet.Schöne Worte und das Verspreche»/ ein wahrhaft ökumenischesConzil einzuberufen und auf demselben alle Austände canonischabzuthun/ und wer weiß welche Künste noch eröffnen die AuSficht,daß man endlich Eintracht und Frieden der Kirche herstellenwerde. Der Mailänder Erzbischof Datius war vom Papst nebstnoch einigen treuen Geistlichen an den Kaiser abgeordnet undzur Audienz gelassen worden/ und es gewann den Anschein, D a-