Band 
Fünfter Band.
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Papstes Damasus) und Prosa (Reimprosa) gebraucht wurde.Man sollte kaum glauben, daß diejenigen, deren Prosa roh undbarbarisch ist/ wie SidoniuS und MarcianuS Capella/ die-selben sind/ wenn sie in Versen schreiben; der Grund liegt darin/daß die/ der durch Einmischung barbarischer Ausdrücke verderbtenVolkssprache näher stehende Prosa dieser Verderbtheit nicht sremdblieb/ während der Dichter/ ohne Begeisterung und Spontaneität,aber gebildeteren und an den großen Vorbildern genährten Gei-stes/ aus diesen Vorbildern etwas von der antiken Reinheit undZierlichkeit schöpfte.

RusticuS Elpidius/ Theodorichs Arzt/ hinterließ einGedicht über die Wohlthaten Christi *) — Von CorneliusMaximianuS/ einem Etruske»' (waS damals soviel wie Italienerbedeutete)/ wahrscheinlich einer der von Theodorich an KaiserAnaftasiuS zur Erlangung der Anerkennung als König vonItalien geschickten Gesandten/ hat man einige Idylle»/ die soanmuthige und die Alten so glücklich nachahmende Stellen ent-halten/ daß diese Eklogen lange dem Cornelius Gallus/Freunde VirgilS/ zugeschrieben wurden. Er wird auch unterdie 12 scholastischen Dichter gezählt **)/ die sich mit schwierigenSchulübungen beschäftigten/ welche von Poesien nichts alS dieForm haben. — Arator, in Mailand geboren oder wenigstenserzogen/ war Gesandter der Dalmatier an Theodorich (527)und bekleidete am Hofe Athalarichs hohe Stellen/ bis er sichendlich von allen weltlichen Geschäften frei machte/ und Sub-diacon der römischen Kirche wurde (556). Er übersetzte dieApostelgeschichte in Hexameter. — Ungleich bedeutender war Ve-nantiuS Honorius Clementianus FortunatuS aus Val-dobiadena bei Treviso, welcher zu Ravenna unter Vernachlässigungder Philosophie und theologischen Wissenschaften die Grammatikund Dichtkunst studirte. Wegen eines Augenübels gebrauchte erdas Oel einer der am Grabe des heil. Martin brennenden Lam.

*) Wir wollen hier die Namen einiger Aerzte nennen, welche über die Heil-kunde in Versen schrieben: Marcellus von Sida und die beiden Se-renus Sammonicus, Vater und Sohn.

*') Die eilf übrigen heißen: Asklepiadcs (Erfinder des nach ihm ge-nannten Verses, der aus 12 Sylben befiehl und dem alerandrinischenVers entspricht), Asmenus, Basilins, EuphorbiuS, Eustenius,Glasius, Jnlianus, Palladius, Pompejus, Vitalus, Vo-rn anu S.