Band 
Fünfter Band.
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Geschichte eines göttlichen Lebens schreibe«/ nur heilige Kriegedarzustellen/ geführt für den Frieden der Seele und deS Gewis-sens / für die Wahrheit und nicht für das Vaterland / für dieReligion und nicht für geliebte Menschen; wir haben den bestän-digen Denkmälern der Wissenschaft anzuvertrauen die erhabeneBeständigkeit der christlichen Athleten/ die unbesiegliche Kraftihrer Seele«/ ihre gegen die Dämonen erkämpften Trophäen/ ihrefür ein sterbliches Auge unsichtbaren Siege/ die ihnen gewährtenKronen ewigen Angedenkens" (Vorrede zum 5. B. d. Kirchgsch.).

Unter den griechischen Kirchenvatern bleiben uns noch — dawir AthanasiuS/ Basilius/ GregoriuS v. Nazianz und v.Nyssa/ ChrysostomuS hier übergehen können — des LetzterenSchüler/ der h. Rilos d. ältere aus Ankyra in Galatien/ zuerwähnen/ welcher des Epiktctoö „Enchiridion" zum Gebraucheder Christen einrichtete und nachdem er sich vom lasterhaften Hofdes Kaisers ArcadiuS mit seinem Sohne Theodul in die WüsteSinai zurückgezogen/ noch manche andere vortreffliche Schriftenverfaßte. In der Abhandlung vom Klosterleben zeigt er aus Bei-spielen deS alten GesetzeS/ daß eS allezeit Menschen gegeben/ diedurch eine belehrende Lebensweise und eine gänzliche Weltentsagungnach Vollkommenheit gestrebt haben. Das Buch vom Gebete ent-hält vortreffliche und anziehend vorgetragene Lehren. In denAbhandlungen über die bösen Gedanke»/ die Hauptsünden undähnliche Gegenstände sind geeignete Mittel zur Ausrottung desLasters angegeben. Der Heilige starb in hohem Alter unter Mar-eianS Regierung.

Gleicherweise verweisen wir hinsichtlich der lateinischen Kir-chenväter auf die früher gegebenen Charakteristiken der HeiligenHieronpmuS/ Ambrosiuö und Auguftinu s und beschränkenuns in Betreff der übrigen ältern Kirchenschriftsteller auf die noth-wendigsten Andeutungen. Claudianus Mamertus/ Brudereines Bischofs von Vienne und von SidoniuS Apollin. alseiner der ausgezeichnetsten Geister seiner Zeit gerühmt/ schrieb 3Bücher äe 8tkttu rniiirmrum ; in welchem Werke mit großemScharfsinn und dialektischer Gewandtheit von der Spiritualitätder Seelen gehandelt wird. — Der h. Vin centius v. LerinSschrieb i. I. 434 daö 6ommouitoriiiiv, eine Warnung vor den/ dreiJahre früher auf dem Concil v. EphesoS verdammten Häresien/und zugleich eine Ermahnung an die Gläubige«/ zu befolge«/was „überall/ stets und von Allen" bekannt und geglaubt worden.