617
Wasserniederschlag ist selten und periodisch; kein Baun,/ keinStrauch inmitten unabsehbarer Sandflächen erquickt das Augedes Reisenden/ den diese einförmige unfruchtbare Oede untereinem stets lachenden Himmel niederdrückt und den die FataMorgana mit ihren hingezauberten quellendurchrieselten Baum-gruppen und spiegelnden Seen die Qualen des Durstes um sobitterer empfinden läßt. Zuweilen auch überfällt ihn der fürch-terliche Wind Simum/ erstickt ihn und bedeckt mit Wogen vonSand seinen bis zur Unkenntlichkeit geschwollenen Leichnam; derAraber/ welchen die schwere und schwefelartig riechende Luft vorder Gefahr noch zeitig genug warnt / wirft sich rasch nieder aufdas Antlitz/ ähnlich den Thieren / die tief ihre Häupter neige»,/bis der mörderische Lufthauch über sie hinweggegangen. Hie undda trifft man in diesen Sandwüsten Brunnen/ welche die altenEinwohner gegraben/ und auch Oasen von frischem Grün mitklaren Quellen/ um welche Palme«/ Dattel- und KokoSbäumeüppig gedeihen und mit ihren köstlichen Früchten den Hungerndenund Dürstenden erquicke«/ die Mimose/ die weiße und große Kraft-lilie (Meerlilie) das Auge und den Geruchssinn entzücken. DieseOasen sind die Inseln des Sandmeeres und das Kameel ist dessenSchiff. Dieses unermüdliche und zur Nahrung so wenig bedür-fende Thier lebt vierzig Jahre für den Menschen und nützt diesemmit allen Theilen seines Körpers; sein Fleisch ist schmackhaft/ solange es jung ist/ die Milch des Weibchens ist stets vortrefflich/die Araber verfertigen Kleider aus seinen Haaren/ Salz aus sei-nem Urin/ brauchen seinen Mist als Brennstoff für das Feuer/an welchem sie ihre dünnen Kuchen rösten und um daS sie sichde§ Abends lagern/ während einer von ihnen seine KriegS- und
Kalidoun, welchen H am m er-P ur g st a l l den Montesquieu der Arabernannte. Der arab. Harrptgeschi-Dtschreiber ist obengen. Abulseda (heb. 1273, ausdem Gtschl. der Asubiten, die über Hama! herrschten, und selbst Sultan dieses Ge-biets, ch 1332). Seme Nuiversalgesch. hat Reiske üders. Anales meslomiei Int.ex srnb. koeit 3. koisko. Inps. 1754. 4. Nur der erste Theil.rmnales moslemiei, nrnb. et lutin. Opera ei 8tuciiis. 3. 3. keislel!, sumtidus?. k'. Sullinii oll. 3. 6. 6. Miller, Unkniao. 1789— 94. V- 4. Auch der pers.Gei'chichtschr- M i r k h o n d ( M u h a m c d - E b n Khowand) sch 14984 hat inseinem großen Gefchichtswerk „kanrrtt n! Laka", Garien d?r Reinhur, die arabischeGesch. sowohl im Ganzen als Besondern dargestellt, doch sind nur einzelne Abschnittedavon hgg. — ll. 6u§nior, vio lle Alskomoll, ^nrsterä. 1732, ganz ausarab. Quellen. — Wir fügen hier an, daß Pros. Dr. Hancberg in Müncheneine vortreffliche Abhandl. über das „Schulwesen der Js umbettn er im Mittelalter«verfaßte. D. B.