Band 
Fünfter Band.
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Ali.

Nach fünftägiger Anarchie erkannten die alten GefährtenMuhammeds dessen Schwiegersohn als Khalif an, der zu sei.nen Wählern sprach: Wenn ich euer Anerbieten annehme/ werdeich euch so gut regieren, wie ich es nur vermag; wollet ihr michaber verschonen, werde ich einer der Unterwürfigsten und Gehor-samsten dem sein, den ihr mir zum Herrn setzet. Dieser eifrigstennd älteste Anhänger des Propheten schien jedoch nicht bestimmt,dessen Heerde in Ruhe zu weiden, und kaum hatte sein Khalifatbegonnen, als der Aufstand zweier mächtiger SheikS, Talha undZobair, einen blutigen Bürgerkrieg herbeiführt; jener warddurch Ali'S alte Feindin Ajeschah, dieser durch die Egypterunterstützt und beide pflanzen in Irak und Syrien die Fahne derEmpörung auf. Ajeschah, welche laut behauptete, Ali habeOmar und Othman meucheln lassen, verschafft durch ihr hohesAnsehen als Mutter der Gläubigen der Empörung sogar einenreligiösen Charakter; aber in der Schlacht bei Chotiba unweitBosra trägt Ali den Sieg davon; Talha und Zobair fallen,und Ajeschah, die auf ihrem Kameele mitten unter den Käm.pfenden, ste zum Streite ermuthigend, geblieben (daher SchlachtdeS KameelS) wird gefangen, aber ohne Vorwurf zum Grabe ih-reS Gatten gesandt. Ein furchtbarer Gegner Ali's ist jedochMoawijah, Sohn Abu-SofianS, des Heiden. Von den Sy-rern, von Amru, dem Statthalter Egyptens und von den Om-majaden unterstützt, tritt er alS Rächer OthmanS auf, dessenblutiges Unterkleid und den abgehauenen Finger eines seiner Wei-ber zu Damast seinen Anhängern vorweisend und sie hiedurch zurWuth entflammend (658). In dieser Stadt zum Fürst der Gläu-bigen ausgerufen, trifft er am Euphrat auf das Heer Ali'S,aber 100 Tage lang stehen sich die beiden Gegner unthätig einan-der gegenüber, da jeder von ihnen den EntscheidungSkampf scheutund namentlich Ali den Frieden wünscht, wie er auch den Sei-ne» jeden Angriff und die Tödtung der Gefangenen aufts Strengsteverbietet, dagegen, wo er kämpfen muß, alS der Tapferste sichzeigt. Sein Vorschlag, die Entscheidung durch einen Zwcikampfmit dem Gegner herbeizuführen, wird vom vorsichtig klugen Moa-wijah verworfen; daß er aber den Koran an seiner Lanze be-festigt in den Kampf tragen läßt, um anzudeuten, er berufe sichauf dieses heilige Buch für die Gerechtigkeit seiner Sache, machteinen derartigen Eindruck auf die Frommen in beiden Heeren,