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Eroberungen.
Inzwischen hatten die moslemitischen Waffen nach Außen dieglänzendsten Fortschritte gemacht. Als Omar von der Eroberungvon Damast Kunde erhielt/ belobte er Khaled sür seinen Muth,tadelte ihn jedoch wegen seiner Tollkühnheit und entsetzte ihn desOberbefehls. Bald nach Damast fielen Balbek (das alte Helio-polis) und Emesa (Hams). Die Moslemen lernten nun nebenihrer fanatischen Tapferkeit auch Geschicklichkeit und List anwen-den und machten in diesen reichen/ dicht bevölkerten Landstrichenunermeßliche Beute. Im Jahr 636 waren bereits die Ebene desOrontes und das Thal des Libanon völlig unterworfen. Da erstsah HeracliuS ein/ daß es fich hier nicht mehr um Einfälleregelloser Horden handle/ sondern daß die besten Provinzen desReichs von furchtbaren Eroberern gefährdet seien / und bot alleKräfte des Reiches auf/ um aus Europa und Asten 80/000 Strei-ter zu sammeln/ denen fich 60/000 christliche Araber aus Ghaffanunter ihrem Könige Abdullah anschlössen; er selbst aber stelltesich dem Khaled/ welcher am entscheidenden Tage neben Obei.dah wieder an die Spitze der Moslim getreten / nicht entgegen.Am Flusse Hieromak (Uarmuk) entspann sich die Schlacht / inwelcher von beiden Seiten lange mit gleichem Muthe und gleicherAusdauer gekämpft wurde / aber doch daö Labarum sich senkenmußte vor der Standarte des Propheten / wie die Griechen be-Haupte«/ in Folge von Verrath und weil die Syrer und Abdul-lahs Krieger (dieser selbst eilte in seiner Angst zum Khalifennach Medinah/ um den Islam zu bekennen/ bereute jedoch baldden verzweifelten Schritt und endete zu Konstantinopel/ wohin ergeflohen/ als Christ) nicht Stand hielten. Nun lag Syrien vor denArabern vertheidigungsloö da und Ort um Ort fiel ihnen z»/ bissie vor die Stadt kamen/ welche ihnen/ wie den Christen und Ju-den/ heilig.
Belagerung Von Jerusalem. S37.
Nachdem Abu-Obeidah mit seinem Heere im AngeflehteJerusalems sich gelagert/ schickte er an die Einwohner die gewöhn-
große Nützlichkeit zuzuschreiben. Abn Alwuat, einer der ersten Be-schaulichen oder Sofis, hat eine moralische Abhandlung verfaßt, in wel-cher er beweist, daß der erste Grad der Buße das GestLndniß seiner Schuldsei, wobei er sich auf die S. 57 beruft: Gort mit einer wahrhaftenReue seine Sünde bekennen, wird ihn zum Verzeihen veranlassen, dennGott ist barmherzig und gerecht.