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Nehawund über 150,000 Perser von Noman, der jedoch fiel, er-fochten wurde (642), entschied das Schicksal ihres Reiches.
Die Araber, Herren von Amadan (Ekbatana), Jspahan, CaS-win, TauriS, Rei (Rages), drangen bis an die Küsten des kaspi-schen Meeres vor, kehrten sodann durch Armenien und Mesopo-tamien zurück, trafen, nachdem fie bei Mofful über den Tigris ge-gangen, mit ihren siegestrunken aus dem syrischen Feldzuge heim-kehrenden Waffcnbrüdern zusammen und gelangten sodann nachPersepolis, der ersten Hauptstadt des Reiches von KyroS undder heiligen Stadt der Magier. Nach dem Falle von Djalulawar Jezdegard durch die Gebirge von Farsistan nach Rey ge-flohen, wo der älteste Feuertempel stand; als ihm aber auch hie-her die unermüdlichen Feinde folgten (643), floh er durch dieWüste von Kirman, immer weiter getrieben, als die Araber auchin Khorassan eindrangen, bis zum Chagan der Türken jenseits desDschihun, wo er endlich an der Grenze China'S eine Zufluchtfand. In diesem Reiche herrschte der große Tai-Sang, derdem unglücklichen Saffaniden seinen Beistand nicht versagte. IsteS aber nicht etwas ErstaunenswürdigeS, daß dieses von der übn-gen Welt abgeschlossene China am Ende Asiens, nachdem kaumzehn Jahre verflossen waren, daß diese Wüftennomaden noch gänz-lich unbekannt gewesen, bereits in die Bewegung gezogen wurde,welche diese Beduinen in der ganzen orientalischen Welt hervor-riefen !
Khalif Othman verhieß die Statthalterschaft in Khorassandemjenigen, welcher zuerst in die volkreichen Gegenden deS Kö-nigreichs Baktrien eindringen würde, und bald tränkte der Ara-ber sein Roß in den Wellen des Oxus. Bereits aber hatte ihnJezdegard wieder überschritten, denn mit einem aus Kriegerndes Königs von Samarkand, türkischen Horden auS Sogdianaund Skythien und Chinesen zusammengesetzten Heere kehrte erzurück, um das Glück der Waffen noch einmal zu erproben; daaber empören sich diese Barbaren, aus seinen Kriegern werdensie seine Feinde, abermals muß er fliehen und erreicht den FlußMargus; ehe er jedoch eine Fähre findet, kommen türkische Rei-ter herbei und geben dem unglücklichen letzten Saffaniden denTod (651?). Sein Sohn Firuz trat in den Dienst deS Kaisersvon China; dessen Sohn machte noch einen hoffnungs- und erfolg-losen Versuch, den Thron seiner Väter wieder zu befestigen, undstarb in China.