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Griechen die Verfolgten, den Arabern aber ward die Besetzungdes Landes sehr leicht gemacht; nur vor der Hauptstadt Alcxan-dria wurde Amru, dessen Heer sich inzwischen ansehnlich ver-größert hatte, zu einer förmlichen Belagerung genöthigt. Erhatte .keine Belagerungsmaschinen, keine Flotte und die Stadtwar nach der Land- und Seeseite stark befestigt, aber innerhalbder Mauern lebten Monophysiten und Manothelcten in bitteremHader und 40,000 Juden als erbitterte Feinde der Christen! DerPatriarch Cyrus wollte den Sturm durch Unterhandlungen be-schwören, schmeichelte sich sogar, den Khalifen zu bekehren, ihnmit der Tochter des Heraklius zu vermählen und hiedurch derWelt den Frieden zu verschaffen.
Einnahme von Alerandria. 640.
Aber diese Träume mußten bald weichen vor dem Kriegsge-schrei Allah Akbar der Moslim, welches drohend unter den Mauernder Stadt ertönte. Heraklius überließ die Bürger gänzlichihrem Schicksal, und nachdem die Araber in 15 Monaten durchdie wiederholten Stürme 23,000 der ihrigen verloren hatten, be-stieg Amru — der sogar mit seinem Sklaven gefangen worden,aber durch die List dieses Sklaven bald wieder frei kam — zuerstdie Bresche und konnte an den Khalifen schreiben: „Die großeStadt deö Abendlandes wurde von den Deinen mit wunderbarerTapferkeit eingenommen; ihr Reichthum, ihre Schönheit könnendurch Worte nicht ausgedrückt werden; sie enthält 4000 Paläste,ebenso viele Bäder, 4 Theater oder Unterhaltungsorte, 12,000Läden für Eßwaaren oder Speisebuden, 40,000 tributzahlendeJuden, 200,000 Kopten und Griechen, welche ihn zahlen werden.Die Stadt ist mit Gewalt und ohne Vertrag eingenommen wor-den, so daß die MoSlim mit Ungeduld der Früchte ihres Siegesharren." Omar aber gestattete ihnen keine Plünderung, denner befahl, die erlangten Schätze für die Zwecke des StaatS unddie Ausbreitung des Glaubens zu verwenden. Es wird berichtet,Amru, der weniger roh als seine Landsleute gewesen, habe sichzuweilen mit dem geistigen Peripaietiker Joann cS PhiloponuSin Unterredungen eingelassen, welcher an ihn die Bitte richtete,ihm die in der prächtigen Bibliothek befindlichen theologischenWerke, für die Moslim ein werthloser Schatz, zu überlassen, undAmru hätte auch nichts dagegen einzuwenden gehabt, aber Omar,dessen Einwilligung er hiefür verlangt, habe den Bescheid ertheilt:
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