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h. Stuhls mit Beschlag belegt; sodann rüstete er eine mächtigeFlotte, um Italien zum Gehorsam zurückzuführen, aber da sievom Sturm zerstreut ward, mußte er von weiter» Plänen gegendasselbe abstehen.
Während Leo in solcher Weise mehrere blühende Provinzenverlor und in andern die Ruhe störte, unternahmen es auch dieAraber, ihn anzugreifen. Der nämliche Moslem, welcher ihmden Gedanken eingegeben, nach der Krone zu greifen, überfielPergamoS und bemächtigte steh der Stadt, worauf Konstantinopelabermals mit einer großen Heeresmacht bedroht wurde; aber hef-tige Stürme, das griechische Feuer und des Kaisers Tapferkeitvernichtete Flotte und Heer der Moslim, und nach 13monatlichcrBelagerung konnte Byzanz trotz des Verlustes von 60,000 Men-schen seiner Befreiung als eines großen Sieges fich erfreuen., AuSRache befahl der Khalif die Ausrottung aller Christen, die sichnicht zum Islam bekehren würden, wodurch die glorreiche Schaarder Märtyrer großen Zuwachs erhielt.
Während dieser Vorgänge stellt der Statthalter von Sicilien,Sergius, einen gewissen Tiberius als Gegenkaiser auf, umsich auf diesem Wege unabhängig zu machen, wird aber vom Exar-chen Paulus besiegt; der Thronanmaßcr wird hingerichtet undSergius entgeht durch die Flucht zu den Longobarden demTode. Auch der frühere Kaiser Anastasius hatte sich durch denEhrgeiz aus seinem Kloster wieder hervorlocken lassen, aber alsdie von ihm erkaufte Bulgarenhorde auf den ersten Widerstandstieß, lieferte sie ihn dem Jsaurer aus, der ihn und seine Freundeenthaupten ließ. Auch ein angeblicher Sohn JustinianS trat,von Soli man unterstützt, auf und ließ sich krönen, jedoch fieler im Kampfe mit den Griechen.
Ueberhaupt zeigte sich Leo in allen seinen Unternehmungenund nach allen Seiten hin als ein ebenso tapferer und erfahrenerFeldherr, nicht minder als ein geschickter Regent, so daß er demOstreiche härte eine neue Blüthe verschaffen können, wenn ernicht selbst im Innern allgemeine Unzufriedenheit hervorgerufenund das ohnehin lockere Band, welches die Provinzen noch zu-sammenhielt, vollends zerrissen hätte. Seinen Sohn Constantin,mit dem Beinamen Kopronymus, weil er bei der Taufhand-lung das Taufbecken beschmutzte, ließ er vorsichtigerweise nochin der Wiege krönen ^718) und vermählte ihn mit der Tochter