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auf den Thron berufen, zum Heile des Volkes, denn er zeigte sichin allen Dingen als ein vortrefflicher Regent. Was in den altenEinrichtungen wahrhaft gut war, stellte er wieder her, vor Allemdie alte Literatur, deren Ueberreste er von den Gelehrten sammelnließ. Unter seiner Regierung wurden das Papier und die Tinte(Tusche) erfunden.
Den Einfällen der Tartaren türkischen Stammes begegneteer dadurch, daß er viele Chinesen an die Grenzen versetzte; andereVölker unterwarfen sich ihm freiwillig, angezogen durch den Rufseiner Weisheit und Tugend, und daS Reich ward um die Pro-vinzen Koang-ton und Koang-si vergrößert. Ihm folgte (157)sein Sohn Uao-King-ti, dessen Regierung trotz seiner Leut-seligkeit und Milde durch die Aufstände der nach Unabhängigkeitstrebenden Statthalter eine sehr stürmische war. Der gleich tu-gendhafte, aber kräftigere Wu°ti (141) machte den chinesischenNamen geachtet und gefürchtet bei den Feinden, namentlich beiden Hunnen, obgleich er auf den Rath der Weisen es Anfangsvermied, Krieg zu führen. Die Wissenschaften liebend, begünstigteer die Gelehrten und hörte auf ihre Vorschläge; die schönsteZierde seines Hofes war der große Historiker Sche-ma-tsian,der Verfasser „geschichtlicher Denkwürdigkeiten" (Ksvlci). Zwarzeigte er sich schwach gegen die Tao-Sekte, welche gefährlicheIrrthümer verbreitete, jedoch gegen das Ende seiner Regierungsah er diesen Fehler ein und verbannte die Jrrlchrer.
Die 5. Dynastie bezeichnet eine glänzende Epoche in der Ge-schichte China's, welches nun heraustrat aus der tiefen Abge-schlossenheit im äußersten Osten, sich mit den Nachbarn in Han-delsverkehr setzte und Einfluß auf dieselben auszuüben begann;seine Staatökunst, seine Gesittung wurden mustergültig für denOsten. Es dehnte seine Eroberungen aus und erstreckte zwei Malseine Herrschaft bis jenseits des kaöpischcn Meeres, über Länder,die und ohne die chinesischen Geschichtschreiber gänzlich unbekanntgeblieben wären. Die blondhaarigen Hiut-tschi oder Skythenhatten 150 Jahre v. Chr. mehrere Staaten in Indien gebildet,aus welchen sie nachmals durch Wi kramaditia vertrieben wur-den, mit welchem Ereigniß die Aera dieses großen Herrschersbegann (56 v. Chr.); aber sie kamen häufig in dieses Land zurück,angezogen durch dessen Reichthum, biö sie in der Zeit Christidessen Könige erschlugen und abermals cS fast zwei Jahrhundertelang beherrschten. Wahrscheinlich ist eS dieses Volk, dessen die