Band 
Fünfter Band.
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eine gedungene Räuberbande dieselben fast vollständig vernichtenließ. Einen frühern Kaiser (847—860), der nach der Thronbestei-gung Energie zeigte und mit Hülfe seines Ministers die Ver-schnittenen ausrotten wollte, vergifteten diese sammt dem Minister.Unter der Kaiserin Wu-Hei, die ihren schwachen Gemahl Kao-tsung, den Sohn Tai-tsungs, bei Lebzeiten gelenkt und ihrenSohn Tschun-tsung geradezu vom Throne verstoßen hatte, be-gannen die Thübetaner (Tao-fan) sich furchtbar zu machen, trotz-dem sie (745) gezwungen wurden, um Frieden zu bitten, dennals die Araber in Persien steh ausbreiteten, als das Reich derAbassiden in Khorassan und an den Ufern deS Oxus sich erhob,begannen die Thübetaner ihre Angriffe wieder und die Chitanilegten in Mittelasien den Grund zu einem mächtigen Staate. Tei-ls» ng (780—805) verband sich mit den Uiguren gegen die Thü-betaner und suchte ein Bündniß wider sie mit mehrcrn indischenFürsten und dem Khalifen zu knüpfen, aber nur die Uiguren zo-gen wider sie, wurden jedoch geschlagen und konnten nicht ver-hindern, daß die Thübetaner die Provinz Schen-si brandschatztenund die Bukharet eroberten. Die Kriege mit dieftn Feinden oderKämpfe mit Aufrührern beunruhigten die Regierung der meistenTang. Die Zustände deS Reiches unter dem Vorgänger des obenerwähnten Tschao-tsung schildert ein arabischer Reisender fol-gendermaßen: China befand sich damals in der nämlichen Lage,in welcher sich das Reich Alexanders nach dem Tode des Da-riuS befunden, als die Feldherren, unter welche er die den Per-sern abgenommenen Länder vertheilt hatte, ebenso viele König-reiche errichteten. Jeder Statthalter oder Fürst in China verbandsich mit einem andern, um mit oder ohne die Erlaubniß des Kai-sers andere Fürsten mit Krieg zu überziehen. Hatte der Stärkereden Schwächer» besiegt, so plünderte ->r reffen Provinz aus underschlug dessen Unterthanen. Eine solche Grausamkeit wird vonden Gesetzen ihrer Religion gestattet, so daß sie sogar Menschen-fleisch auf den Märkten verkaufen *). Durch solche Zustände gingdenn auch mit diesem Kaiser Tschao-tsung, trotzdem er Chinavon der Plage der Verschnittenen befreit hatte, die Dynastie

*) In gewöhnlichen Zeiten ist die Anthropophagie in China nicht gebräuch-lich, Wohl aber im Kriege und in Hungersnöten, welche in dem über-völkerten Lande so häufig. Chinesen und Malayen verzehren auch oft ausRache Menschenstcisch.