Band 
Fünfter Band.
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vom Dämon aufgestellten Sätze: „Was wir durch die 5 Quellender Intelligenz erkennen, ist nicht scheinbar; keine Lehre ist freivon Irrthümern; der Streit wird endlich durch Würfel entschie-den, der Lama wirst stets 6, der Logung-Ghiabu aber 1 und ent-flieht, von Steinwürfen, Flinten- und Kanonenschüssen verfolgt,bis zu einer Grotte, wo für ihn Speisen und Getränke bereitetfind, um sich von der Beschwerlichkeit seiner Rolle zu erholen."

In solcher Weise wird die Lehre vom Nichts stets fortgeflanzt.Am 20. Tag des 2. MonarS begibt sich der Dalai-Lama nach Pu-tala; dort werden mit Anfang des 3. Monats alle Schätze desTempels öffentlich ausgestellt, der Tempel und Palast mit Teppi-chen geschmückt und eine Prozession von verkleideten Lamas undvon dem als Leoparden, Rhinozeros, Elephanten und dergl. ver-kappten Volke dreimal um den Tempel von Lassa ausgeführt undvor dem Bilde des Buddha sich verneigt, worauf Gesänge undTänze folgen. In den ersten 14 Tagen deö 4. MonatS ist allge-meines Fasten, am 15. Tage aber sind alle Klöster erleuchtet unddem Volke geöffnet.

Rückblick.

Diese Epoche hat sich uns groß an wunderbaren Ereignissengezeigt. Im Orient erhebt sich über den Trümmern des altenpersischen Reichö, des alten Syrien, des alten Egypten eine neueMacht. Ein neues Reich erwächst aus den Bestandtheilen oderder Verschmelzung der Länder Austrasien, Neustrien, Burgundien,Longobardien und wird immer größer, bis eS die Einheit deö gan-zen Abendlandes darstellt. Eine andere Macht bildet sich, welche,das Schwert mit dem Hirtenstabe vereinigend, in ihrer Schwächealle andern, welche sie um Hülfe anrufen oder bedrohen, zu über-leben bestimmt ist.

Daö byzantinische Reich beweist, in welch hohem Grade dierömische Verwaltung den untergeordneten barbarischen Regierun-gen überlegen ist, denn erschöpft an Kämpfern, Geld, Muth und

Cantu, Weltgeschichte. V. 64