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-er vielen schreienden Mißbrauche in der Rechtspflege/ in V«r-theilung und Erhebung der Auflagen/ im Kriegswesen u. s. f.zugesagt und versprochen ward; längstens binnen 2 Jahren solltendie mancherlei vor daS Parlament gebrachten und liegen geblie-benen Streitsachen erledigt/ zu dem Behufe jährlich 2 Parla-mcnte zu Paris/ 2 EchiquierS zu Rouen und 2 Gerichtstage zuTroyes abgehalten werden; allein „sobald die Verhältnisse/ welcheein solches Versprechen ihm abgedrungen/ nicht mehr vorhanden
nahmen zu Verstümmelungen oder Verdrehungen ihre Zuflucht, warumsonst, als weil die wahren Aeußerungen des Papstes nimmermehr zutadeln gewesen sind? Nichts kann lauter und überzeugender für ihnsprechen, als die vom Pariser Hof betriebene gänzliche oder theilweise Zer-störung seiner Erlasse, weshalb man auch von den gewiß billigen Ver-gleichspunkten, welche der Cardinal Z. Le moine vorlegte, nur noch eineoberflächliche Angabe hab Schließlich wäre gedroht gewesen, würden diePunkte bis zur gesetzten Frist nicht genügend erledigt, so müßte man dieangedrohten Censuren in Wirksamkeit treten lassen. Wie dem auch war,und wenn sich gleich die Verhandlungen erstlich gut anzulassen schienen,im Frühjahr 1303 zerschlug sich das ganze Sühngeschäft auf die betrü-bendste Weise. Philipp IV schwankte unschlüssig noch im Winter1302—3, ob er es mit dem Papste auf das Aeußerste treiben solle odernicht, vielleicht in Sorgen wegen der Gährung im Volke.... Er soll er-klärt haben, daß er in Beziehung auf die Kirchen seines Reiches nurdiejenigen Befugnisse in Anspruch nehme, welche nach Recht und guterGewohnheit ihm zustünden »nd welche der heil. Ludwig uud andereseiner Vorgänger ausgeübt hätten, und er erbot sich zu fernern Unter-handlungen, wen» der Papst mit seiner Antwort nicht zufrieden sein sollte.Ob diese datumloseu kesxonsivnes rexis (in Hup»)', Sistoire äesäilköreneos entrv lo p»xo Souiläoe VIII et Philippe !o Sei, oü I onvo gui s'vst passe touodant rette »Haine äspuis I'an 1296 ßusgu'e»1311; ensemble I« proees-eriminel kalt » Sern»rä, tzvegue 3e Saaiiers",Paris 1655 k«I.) wirklich nach Rom kamen, steht dahin; jene waren wohlanders beschaffen, von welchenBonifacius VIII dat.Lanteran. 24. Febr.1303 dem Gr. Karl von Alenyon (Valois hatte die Grafschaft Valvisgeerbt) klagend schrieb, daß sie der Hoffnung nicht entsprachen, welche erauf Karls und des Bischofs von Aurerre Betheuerungen hin geschöpfthatte. Gab sich Philipp IV wegen der kritischen Zeitumstände imWinter 1302—3 die Miene, als wäre er versöhnlicher Natur und weitentfernt, den Verkehr mit Rom, den Zusammenhang des Hauptes derKirche mit den Gliedern abschneiden, und ein völliges Schisma herbei-führen zu wollen; sobald sich die politischen Verhältnisse günstiger gestal-teten, war die Sache beim Alten und das Zerwürfnis mit Rom vollen-det." Damberger, A. a. O. D. B.