Band 
Achter Band.
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der ihnen befohlen, eine WachSpuppe anzufertigen, die der Köm-gin gleiche, mir deren Namen sie zu taufen, an'S Feuer zu brin-gen und an den edlen Theilen zu durchstechen; die Königin werdedann alöbald Schmerzen empfinden und sterben, sobald das Wachsgeschmolzen sei. Ein Eremit, mit dem er sich verständigt, sei, soward weiter behauptet, und zwar auf Aussage eben dieses Ere.miten, Zeuge gewesen bei der Anfertigung des Wachsbildes, dendamit vorgenommenen Operationen und dem Schmelzen der Wachs-puppe, was dann auch wirklich den Tod der Königin verursachthabe. — Bald darauf, so lautet die Anklage weiter, erschien derBischof mit seiner Gefährtin wieder, dieseSmal mit einer Mengegiftiger Thiere; aus diesen bereiteten sie einen Giftrrank, densie dem König von Navarra beibringen wollten, „der niemalsetwas Gutes gethan"; sie erprobten das Gift an dem Ritter Ro-misant, der wirklich starb. Auch dieses soll von dem Eremitenausgesagt worden. In der Untersuchung bekannte die Hexe, derBischof habe von ihr zu wissen verlangt, in welcher Weise er dieLiebe der Königin erwerben könne; obgleich zwei Mittel kennend,diesen Zweck zu erreichen, habe sie dieselben doch nicht ihm an-geben mögen; darauf habe er den Teufel erscheinen lassen undmit ihm in zutraulicher Weise sich unterredet, jedoch dessen Ant-Worten nicht verstanden. .Ferner gestand sie das Zauberwerk mitdem Wachöbilde, sowie -auch, daß sie eine feile Weibsperson fei,die sich aä tres lleanrios hingebe. Andere Zeugenaussagen be-stätigten diese Depositionen, und aus denselben erhellte weiter,daß der Bischof eigentlich der Sohn eines JneubuS, NamensPetrus, sowie auch über 60 Zeugen ihn Zauberer, Ehebrecher,Blutschänder, Vergistcr, Simoniake, Falschmünzer nannten, vierZeugen wollten gesehen haben, wie er den Teufel beschwor undihm Befehle gab; mehrere endlich bestanden darauf, er habe dieKönigin vergiftet.

Guiscard läugnete anfänglich; mit einigen Zeugen kon-frontier ward er schwankend und verlangte einen Rechtsbeistand,der ihm auch bewilligt wurde; dieser aber beschränkte sich darauf,nur der Form nach einige Schritte zu thun, ohne auf die Sacheselbst einzugehen, so daß der Bischof gewissermaßen auf die Selbst.Vertheidigung angewiesen war. Dabei schlug er anfangs den Wegder Diffesion ein, gestand aber doch, einem Ketzer für Geld dieLoösprechung ertheilt und die Münze gefälscht zu haben, auchgab er zu, daß sein väterliches Hauö voller Jncuben sei, doch be-