Band 
Achter Band.
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und Tuchmacher, die durch Schlauheit und gute Ausrüstung ihrenMangel an kriegerischer Ausbildung ausglichen, in das Lager desKönigs ein, um sich seiner Person zu bemächtige», und sie hattennahezu dessen Zelt erreicht, als die Franzosen des Ueberfalls innewurden; 16,000 Flamänder kostete daö kühne Unternehmen dasLeben und ihr Land gericth auf'ö Neue unter das Joch (1308).Dampierre sandte über 500 der Aufständischen auf's Blutgerüst,und ließ im Interesse Frankreichs alle Engländer, die sich inden flämischen Städten befanden, verhaften. Um Repressalienzu gebrauchen, verfuhr Eduard 111 in gleicher Weise gegen dieFlamänder in England und versetzte durch das Verbot, Wolleauszuführen, ihrem Handel einen Todesstoß. In Folge dessenverlegten viele flamändische Weber, die durch die MaßregelndeS Königs ihr Gewerbe gehemmt und somit sich in Noth versetztsahen, ihre arbeitsame Thätigkeit nach England, was geradeEduard herbeizuführen gesucht und wozu er ihnen bereitwilligdie Hand bot, während Graf Louis sich die Gemüther seinerUnterthanen immer mehr entfremdete durch seine Vorliebe für dieFranzosen; bis endlich (1337) der reiche Bürger, Jakob vanArtevelte (Arteveld), der Vorsteher der Brauergilde, andie Spitze der Gilden und Innungen sich stellte, den Grafen zurFlucht nöthigte (1337) und — als „Brauerkönig" — die Noth.wendigkeit einer Verbindung mit England darthat, ohne welchedie Flamänder ihre Webereien und Tuchmanufakturen, d. h. denwesentlichsten Theil ihrer Industrie, aufgeben müßten. Da aberdie Flandrcr einen Eid geleistet, bei Strafe der Exeommunionnicht gegen ihren Souverän, den König von Frankreich, sich zuempören, beseitigte Eduard dadurch ihre Skrupel — wie eöheißt auf Anrathen des „Brauerkönigs" — daß er wieder mitseinen Ansprüchen auf den französischen Thron hervortrat undPhilipp den Krieg erklären ließ durch den deutschen Kaiser,der jenen allen Schutzes und Beistandes von Seiten deS Reichesfür verlustig erklärte. Damit hatte der hundertjährige Kriegzwischen Frankreich und England begonnen.

Hundertjähriger Krieg zwischen Frankreich und England.

Eduard bandelte nun ganz in der Weise der staatsklugenFürsten der neuern Zeit. Zunächst verordnet er eine allgemeineBewaffnung vom 16. bis zum 60. Jahre zur Vertheidigungder Küsten, längs derselben Signale und Allarmzeichen vorbereitet