Band 
Achter Band.
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die drei Kanzler durch Deutschland, Arelat und Lamparten,Pfalz als Truchseß, Sachsen als Marschalk, Brandenburg alsKämmerer und Bayern (statt BöhmenS) als Schenk. — Allem-halben ward diese Kunde mit Verwunderung gehört, und manfragte sich, was wohl die Kurfürsten bewogen haben mochte, ge-rade diesen und so einhellig zur höchsten Würde zu erheben.Geld hatte diesmal nicht im mindesten gewirkt, daS war klar;der Habsburger besaß keine Schätze des Mammons, die Lände-reien, Eigen und Lehen, konnten sie auch ihrer Ausdehnung nachbeträchtlich heißen, und die mancherlei Rechte und Würden tru-gen nicht sonderlich viel. Wahr ist eS, Rudolfs Einfluß undAnsehen erstreckte sich von Straßburg bis zum Gotthard. Er hattealü Lehen die Landgrafschafk in Oberelsaß, die Vogtei von Rufach,vom Stift St. Gallen, von Muri, Murbach und Stift Luzern,vom Stift SchcnniS und die der Waldstättcn. Das Allode, inden Gegenden des alten Vindoniffa an der Aar und Rcuß, undin den Grafschaften Baden und Lenzburg, war durch das kibur-gische Erbe ansehnlich gewachsen, und auf verschiedene Weise,durch Kauf oder Pfand und wie scheint durch Gunst des römi-schen Königö Richard wurde nicht unbedeutendes Gut auS demgewonnen, waS noch unter Konradin zum Herzogthum Schwa-ben gehörte. Am Oberrhein war er das Haupt und der ArchaltS-punkt der Ghibellinen; diese verloren hier ihre Gefährlichkeit

von ihm und dem Bruder Graf Albrecht. Straßburger Domherrn,die Stadt Waldshut gegründet wurde, sich nameutlich in dem widerKaiser Friedrich II erneuerten Päpstlichen Banne aufgeführt sah. Mitdem Oheim von Lauffenbnrg war er damals verglichen. KaiserKonrad IV scheint dem eifrigen und tapfern Anhänger manchen Wunscherfüllt zu haben; denn Rudolf heißt nun wieder Landgraf in Elsaßund bekam glaublich des Reichs Rechte nicht blos im Aargan, sondernauch in den Waldstätten z» wahren. Wackere Leute von da halfen ihm1253 bei einer Fehde im Oberelsaß und vielleicht auch 1254 in der mitdem Bischof von Basel, einem Grafen v. Pfirt, welch letztere Fehde,weil eine Kirche abgebrannt wurde, neuerdings den Bann auf Rudolfbrachte, für kurze Zeit; nach Vergütung des Schadens erhielt er die Ab-solution. Die Glorie der Hohenstaufen war indeß erloschen und Rudolfklug und gottesfürchtig zugleich, auch die jugendliche Hitze verraucht,weshalb, spätestens 1259, mit den guelfischen Verwandten mütterlicherSeits jeder Span verglichen und selbst herzliche Freundschaft geschloffenwurde." Damberger, Synchron. Geschichte -c., Bd. XI, VII. Zeitraum,I. Abschn. 1. D. B-