Band 
Achter Band.
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Gesandte mit tröstlichen Versicherungen sür die Zukunft. Daraufordnete der Kaiser eine neue Gesandtschaft mit umfassenden Voll-machten ab und erklärte sich ausdrücklich zu allem bereit/ wasman ihm als Buße auferlegen würde. Natürlich brachte diese sounbedingte Unterwürfigkeit den Papst in die größte Verlegenheit;dazu kamen noch die eindringlichen und ernsten Vorstellungeneiniger Fürsten / so daß es endlich den Anschein gewann / alswerde nun geschehen/ was Recht und Wicht vom Oberhaupteder Kirche dringend erheischten. Da es nun aber so steht/erscheint Philipp VI persönlich zu Avignon/ und es gelingtihm auch/ das Versöhnungswerk zu hintertreiben, unter dem Vor-geben/ daß Ludwig, statt aufrichtig an die Kreuzfahrt zu denke»/vielmehr diese verhindere/ indem er zum Krieg gegen Frankreichrüste. Ueber diesen Punkt verlangte nun der Papst vorerst be.ruhigende Erklärungen Seitens Ludwigs; damit war dessenGesandtschaft abgewiesen/ wenn ihr auch der Form nach ein neuerTermin anberaumt wurde. Nichts konnte dem päpstlichen Ansehenbeim deutschen Volke einen härtern Stoß versetzen als diesesklägliche Benehmen BenedictS XII/ während dasselbe ander-seits Fürsten und Herren für Ludwig günstiger stimmte; dieserwäre sogar/ des langen Kampfes müde/ zum Niederlegen derKrone bereit gewesen, woraus bei ihm und zu Avignon die Lu-xemburger noch bei Lebzeiten Johanns XXtl eifrig hinwirkten.Sie hatten ihm vorgestellt, da er ohnehin schon das Anerbietengestellt habe, das Kreuz nehmen und nach Jerusalem ziehen zuwollen, so sei eS ja zweckdienlich, daß er für die Zeit der Ab-wesenheit einem Andern, einem römischen Könige, die RcichSvcr-wallung übertrage; auf diese Weise könne Ludwig dem über.betagten Papste, der halsstarrig nicht davon abgehe, eS heischedie heilige Pflicht seines AmtcS unnachgiebige Strenge, so prokormn den Willen thun und die Absolution erhalten, indem erdie Kaiserkrone auf eine Zeit weglege; sie solle dem Hause Bayernjedenfalls bleiben, und es könnte der Vetter Herzog Heinrich XV(Eidam Johanns v. Luxemburg) zum römischen König ge-koren werden und einhellig, wenn man noch den Sachsen ge-winne; die drei rheinischen Erzbischöfe richten sich nach demWunsche des Papstes, und dieser werde die Wahl gerne gcneh.migen, würde nur Ludwig durch den Rücktritt vom RetchSre-giment ihm die Möglichkeit gewähren, auf eine für die römischeKirche ehrenvolle Weise den bösen Streit zu beendigen. Wie

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