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und die Aufstellung Karls als Gcgenkönig/ der zwar zu Bonngekrönt wurde (1346) und auch zu Prag (1347), nachdem eraus der Schlacht bei Crecy entronnen war, aber durch den Todseines Vaters in dieser mörderischen Schlacht eine mächtigeStütze verloren hatte und dem seinen Feinden kräftig zu Leibegehenden, ungebeugten Ludwig gegenüber eine klägliche Rottespielte, alS dieser plötzlich sein an Prüfungen und Stürmen soreiches, unruhvolles Dasein beschloß, während eines RittcS, wahr-scheinlich durch einen Schlaganfall (1347, 11. Oktober). „Viel-leicht wäre dieser Kaiser, bei zunehmender Macht und unter dengegebenen verkehrten Umständen, der Kirche sehr gefährlich ge-worden, vielleicht wendete sein Tod viel Unheil ab. Bisher hatteer trotz mancher Aufstachelungen glücklicher Weise Anstand ge-nommen, sich an die Spitze der bereits furchtbar wogenden gei-stigen Bewegung zu stellen, welche die Bande der kirchlichenAutorität zu sprengen drohte; denn in Städten und auf demLande gab es der Ohren genug, welche nichts lieber gehört hättenals den Aufruf, mitzuhelfen, damit die geistlichen Fürstenthümersäcularisirt, die Güter der todten Hand gemeinnützig verwendet,Ucbcrmuth und Bedrückungen der Schloßhcrren gestraft würdenund dgl. m. Ludwig blieb auf dem Wege der Gesetzlichkeitund hat, statt solche Uebel zu stiften, wie er konnte und zu thungereizt wurde, sie vielmehr mit aller Kraft verhindert; mit sei-nem guten Willen genossen die Kirchen Deutschlands ncidens-werthe Freiheit, von welcher nur hätte ein besserer Gebrauchgemacht werden sollen; es lag ihm daran, als ihr Beschützer zuerscheinen, und es zu sein so weit er konnte. Allein das dürftesich bei längerem Leben und glänzendem Waffcnerfolg zum Schlim-men gewendet haben. Die Stellung gegen Avignon war ob deserneuerten BanneS so feindselig und wurde durch die Gesinnunggcsammtcr deutscher Nation und anderer dazu so sehr begünstigt,selbst fast der ganze gemeine Säcular- und Rcgularklerus grollteso bitter der französierten Curie, daß der Kaiser, gelang eö ihm,auch die Luxemburger zu werfen, gar leicht sich versucht fühlenkonnte, den allgemeinen Unwillen auflodern zu machen und die lei-denschaftlichen Massen fortzureißen auf der Ghibellineubahn, nochviel weiter als es schon 1333 zu Frankfurt im Zuge gewesen.Wir wollen gerne glauben, daß er so ArgeS noch nicht bcziclte,daß er ohne Gedanken an ein neues, unheilbares Schisma ausdem Leben schied, und dürfen es, indem zahlreiche Beweise sei-