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Achter Band.
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gung des sicilischen Thrones. Derselbe ließ die Einrichtungenseines Königreiches im Wesentlichen bestehen, nicht minder aberauch die Lasten, welche die Kriegsbedürfnisse hervorgerufen hat,ten, sowie die harte Herrschaft, unter welche Friedrichs Hkräftige Hand daS Land gebeugt hatte. Er verschönte die StadtNeapel durch Bauwerke, begünstigte die Hochschule, machte sichmanche reiche Bürger ;u Freunden, indem er sie zu Ritternschlug, und umgab sich, gewissermaßen als Leibwache, mit vor.nehmen Franzosen, welche er mit den von den Anhängern desschwäbischen Hauses innegehabten Lehen versorgte. Begreiflichblickte der alte Landesadcl mit Mißgunst aus diese Fremdlinge;ohnehin hatte das Mißgeschick der gefallenen Dynastie den Haßin Mitleid gewandelt und daö Volk war voll Ingrimmes überdie grausame Behandlung derjenigen, die nicht feig genug ge-wesen, ihre einstigen Wohlthäter zu verleugnen. Der Klerus,welcher gehofft hatte, von Karl, der ihm die Krone verdankte,seine von den Schwaben eingezogenen Güter zurückzuerhalten,sah sich in dieser Erwartung betrogen. Trotz seiner dem apo-stolischen Stuhle gegebenen eidlichen Versicherung hinsichtlichder Aufhebung der von Friedrich eingeführten willkührlichenAbgaben und der Wiederherstellung der geistlichen Immunitä-ten, wie sie zur Zeit des guten Wilhelm gewesen, bedientesich Karl aus Ehrgeiz, aus Habsucht, auch um die seinemHeere geleisteten Versprechungen zü erfüllen, aller möglichenfiskalischen Künste, belegte die geringsten Verbrauchs-Gegen-stände mit Steuern, verfälschte die Münze, verhängte Kerker-strafen über den geringsten Verzug, ja über die leiseste Be-schwerde. Zu alle dem kam, daß gegen eine seit Langem an dienormännischcn Freiheiten und die schwäbische Urbanität gewöhnteNation die Seinen sich mit jener rücksichtslosen Unverschämtheitbenahmen, welche eS den Franzosen zu allen Zeiten unmöglichmachte, sich in Italien beliebt zu machen, ausgenommen in ihrerAbwesenheit.

Johann v. Procida.

In Sicilicn herrschte eine noch um so größere Unzufrieden-heit, alS diese Insel von den schwäbischen Fürsten vorzugsweisebegünstigt worden; nun aller Vorrechte beraubt, von Neapel ab-hängig, welches wenigstens eine Entschädigung dadurch gefunden,daß es Hauptstadt des Königreichs geworden, gewaltthätigen oder

Lantu, Weltgeschichte, VUl. 37