Band 
Achter Band.
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Nun war ihnen der Weg nach Afrika abgeschnitten, in Si-eilten mußten sie der Mitbewcrbung der Catalanen weichen, undsie waren genöthigt, sich fortan auf kleinere Unternehmungen zuLande zu beschränken, dem Ackerbau und den Manufakturen aus-schließlich ihre Thätigkeit zu widmen.

Als Heinrich den Florentinern seine bevorstehende Ankunftanzeigte und sie aufforderte, ihm Quartiere zu bereiten, antwor-teten sie ihm ohne Rückhalt, sie hätten nimmer dcS Beifalls wür-dig einen Kaiser gehalten, der ein Heer von Barbaren nachItalien führte, da es doch umgekehrt feine Pflicht wäre, diesesherrliche Land von den Barbaren zu befreien*).; sie zogen esdaher vor, sich auf Seite des Königs Robert zu stellen. ESschmeichelten sich nun die Pisaner, wieder den Vorrang zu erhal-ten vor ihrer Nebenbuhlerin, und trugen sich mit der Hoffnung,der in Deutschland wenig begüterte Kaiser, welcher daran denkenkonnte, in Italien seinen Wohnsitz zu nehmen, werde ihre Stadtzu seiner Residenz und somit zur Hauptstadt des Reiches erbeben.So zog Heinrich, unterstützt durch das Geld Pisa's und dieTruppen aller der zahlreichen Feinde des hochmüthigen Florenz,wider diese Handelsleute, die ihm zu trotzen wagten; aber dieFlorentiner, welche sich laut rühmten, daß „sie niemals die Hör-ner gesenkt vor irgend einem Herrn" und ihre Erlasse mit derFormel „Zu Ehren der heiligen Kirche und dem deutschen Königezum Verderben" begannen, hielten ihm Stand mit Streitkräften,die den seinigen dreifältig überlegen waren, so daß Heinrich,bedrängt von ihren Waffen, von Hungersnoth und Seuchen, ge-nöthigt war, sich zurückzuziehen, indem er über Florenz die Reichs-acht verhängte wegen seiner „Thorheit ohne Gleichen und feinemunbezwingltchcn Hochmuth gegenüber der königlichen Majestät";darauf wandte er sich nach Rom, getrieben von dem Verlangen,seine bevorstehende Krönung daselbst mit allem ihm möglichenPompe zu umgeben.

Durch die Gunst der Päpste Nicolaus U1 und IV warendie wetteifernden Familien der Orsini und Colonna so hoch ge-stiegen, daß sie in Rom geradezu die Herren spielten. Jene nunwaren für Heinrich, während die Colonna und König Robertselber die Stadt besetzt hielten, so daß der deutsche König die-selbe nicht betreten konnte und sich in der Laterankirche zum

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