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punkte der Unternehmungen der Guelfcn in Oberitalien zu ma-chen. Nach zehnmonatlichen vergeblichen Anstrengungen mußtendie Ghibellinen sich zurückziehen (1323) und das Volk zerstörtederen Paläste und Landhäuser, vergaß aber auch nicht, dem heil.Johannes dem Täufer für den erlangten Sieg zu danken.
Die Genuescn, welche ihre Interessen hintangesetzt gesehentrotz des zu ihrer Vertretung bestimmten Abbate äel popo!«, hat-ten insbesondere Behufs Handhabung strenger Gercchligkeitspflegeohne Ansehen der Person, eine Art von RathSversammlung ein-gesetzt, genannt äkl popolo, mit 10 Capitani als Beisitzerndes Abbate; glaubte sich nun das Volk in seinen Rechten verletzt,hielt eS einen AuSspruch des Podesta oder kaiserlichen Vikars fürungerecht, so gab die Sturmglocke das Zeichen zum Aufstande.Diese Molta ward nun von Robert aufgelöst, der 12 Jahrelang die Würde dcS Staatsoberhauptes beibehielt, sich aber durcheinen Vikar vertreten ließ; später (1335) ward jedoch derselbenebst dem größten Theile der Guelfen vertrieben und eS wurdennun wieder 2 Capitani mit einem Podesta, außer dem Abbate,eingesetzt.
Trotz des mißglückten Unternehmens gegen Genua verzagtendoch die Ghibellinen nicht, schloffen einen Bund (1325) zu Son-cino, stellten den Can dclla Skala an ihre Spitze und führ-ten den Kampf an verschiedenen Punkten fort, und der Cardinal-legal Bertrand del Poggetto, obgleich er den geistlichenWaffen das irdische Schwert zugesellte, vermochte nichts gegensie auszurichten.
Ludwig der Bayer.
So lange Ludwi g v. Ba y ern und Friedrich v. Oestcr-reich um das Reich kämpften, konnte weder der eine noch derandere sich um Italien kümmern; aber nachdem der Erstgenannteüber seinen Nebenbuhler den Sieg davon getragen, zog er überdie Alpen (1327). Mit einem unansehnlichen Heergefolge Trienterreichend, hatte er hier eine Zusammenkunft mit den vornehm-sten Ghibellinen und den Gesandten von Sicilien, Caftrucciound den Pisanern, die ihm 150,000 Goldguldcn als Vergütungfür die Kosten zusagten und ihn dann nach Mailand geleiteten,wo er gekrönt wurde.
Hier hatte Matthäus V i s conti unter dem Beistande sei-ner 4 tapfern Söhne und der ganzen ghibcllinischen Partei Ber-