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von Verona aus ihre Gewalt über die Trevisanische Mark aus.dehnen und sogar Padua ihrem Gebiete einverleiben konnten.Diese Stadt hatte/ nachdem sie daS Joch EzzelinS abgeschüttelthatte/ ihre stürmische Unabhängigkeit den Carrara unterworfenund dem Can della Seal«/ genannt Grande (der Große)/10/000 Pferde und 40/000 zu Fuß entgegengestellt — so mächtigund volkreich war siel Can della Scala (1312—29) //warder prachtlicbendste Fürst seiner Zeit/ glücklich im Kriege/ weiseim Rathe/ ein Freund der Gelehrten und Künstler/ getreu seinenVersprechungen." Sein Nachfolger Ma 6 tino II della Scala/gewann zu Padua und Verona Vicenza/ Feltrc/ Belluno, Treviso;BreScia besetzte er/ den Vikar Johanns von Luxemburg vertrei-bend; Parma ergab sich ihm durch Vertrag. Lucca/ das der böh-mische König/ wie berührt worden/ verkauft hatte/ wollte Florenzerwerben und MaStin sollte diesen Handel abschließen (1335);er that dies auch/ aber für seine eigene Rechnung/ so daß er nununter seiner Signoria 9 Städte hatte/ die ihm jährlich 700,000 fl.einbrachten/ eine Summe/ welche kaum Frankreich seinem Königeertrug. Den Florentinern/ die ihm für die Abtretung 300,000 fl.anboten, gab er den Bescheid, er bedürfe einer solchen Kleinig.keit nicht. Er beabsichtigte nichts Geringeres, als sich die KroneItaliens aufs Haupt zu setzen und dazu hätte er Lucea's be-durft, als Basis für die Unterwerfung ToSkana's; in dieser Absichthielt er auch Freundschaft mir den kleinen Dynasten in den Ape-nninen und trug in seiner Hofhaltung einen Prunk zur Schau,der sogar in einer so prachtliebenden Zeit und in einem so üp-pigcn Land Staunen erregte. Ein Geschichtschreiber *) sah ihnvon 23 Fürsten umgeben, welche durch die damals so häufigenUmwälzungen ihrer Besitzungen waren beraubt worden. In man-nigfaltigster Weise eingerichtete, mit entsprechenden Symbolenund Verzierungen ausgestattete Gemächer hielt er in seinem Pa-läste bereit, um alle seine Gäste gemäß ihrem Stande beherbergenzu können; so fand der Krieger Trophäen, dem Verbannten lächeltedie Hoffnung, die Musen winkten dem Dichter, Merkur erschiendem Künstler und um den Prediger reihten sich die Chöre desParadieses. Bei Tische unterhielten Tonkünstler, Spaßmacher,Jongleurs die Gäste, und die Gemälde, welche die Wände derSäle bedeckten, stellten die Wechselfälle deö Glückes dar.
2 ) 6Lnt>i8, Ui«t. lidr. VI, e. 1.