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von ihm zu Lehen nehmen mußten. Somit vereinigte er ganzPiemont unter seiner Herrschaft, die sich vom Genfersee bis zumMittelmeer erstreckte, und Kaiser Sigiömund verlieh ihm dieHerzogSwürde (1416). Nachdem er bedeutungsvoll eingegriffenin die Geschicke Italiens, zog er sich Behufs einsamer Geistes.'sammlung nach Ripaille bei Thonon zurück, wo indeß die Fröm-migkeit den Prunk nicht ausschloß. Wir wissen bereits, daß eraus feiner Znrückgezogenheit noch einmal hervorkam, um dieunglückselige Rolle eines GegenpapfteS zu spielen.
Dieses war die Lage deS an Mailand gränzenden Landes,als Azzo Visconti starb, dessen Nachfolger sein OheimLuchino und der Erzbischof Johann waren (1339—49), dereine hart und treulos, mild und versöhnlich dagegen der andere,beide gleichmäßig bestrebt, ihr HauS zu befestigen und den Staatblühend zu machen durch Gewerbfleiß, musterhafte Verwaltung,Kunst und Wissenschaft, wie nicht minder durch neue Erwerbun-gen. Zu diesen gehörte auch Genua.
Genua.
Man sollte wirklich glauben, die innern Kämpfe und Zwistig-kcitcn seien Genua'S eigentliches Lebenöelcment gewesen, so wenigschienen ihm friedliche Zustände zu behagen. Lange Zeit warsein ganzes Gebiet unter Guelfen und Ghibcllinen gespalten, sodaß jeder Einzelne, dem andern alö Feind gegenüberstehend, aufseine eigene Thätigkeit beschränkt war; die Fehden verliehen denbeständigen Seeräubcreien eine gewisse Rechlmäßigkeit und ab-wechselnd waren Bürger und Edle die Siegreichen oder Vcr-triebenen. Robert hatte auf kurze Zeit eine Versöhnung zwi-schen diesen beiden Ständen zu Wege gebracht, indem er sieveranlaßte, in gleichen Verhältnissen die Staatöämtcr unter sichzu theilen; bald aber verschafften sich die Ghibellinen wieder dasUebergewicht und vertrieben die FieSchi sowie den Capitanodes Königs von Neapel. Nun wurde, wie oben erwähnt, dasalte Regiment mit 2 Capitani del Popolo, und einem Podesta,neben dem Abbate, eingesetzt; aber die nach Monaco zurückgezoge-ncn Guelfen zögerten nicht lange zurückzukehren.
Simon Boccamgra. Erster Doge.
Die Edlen, fast alle Schiffseigner oder Schiffsführer, wolltenwenigstens auf ihren Schiffen stets ihr Uebergewicht geltend