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liehen hätten, zu widerrufen und von Neuem selbst auszuüben.Die Antwort fiel bejahend aus, und nun hielt der Tribun am26. Juli eine Versammlung, worin er diese Entscheidung vorlegte,das Volk demgemäß alle Rechte, welche es in dem blühendstenZustande seiner Macht besessen, und die es in irgend einer Zeitan irgend eine Person und in irgend einer Weise zu seinem Nach-theile weggegeben hätte, wieder in Anspruch nahm und die ent-gegenstehenden Beschlüsse und Verordnungen für ungültig erklärte.Dem Tribunen ward der Auftrag ertheilt, dieses aller Orten be-kannt zu machen. Alle Rechte, die bis dahin gegolten halten,wurden durch diesen Beschluß umgestoßen, und was einst Fried-rieh I gethan, indem er die Kaisermacht seiner Zeit aus dieJustinianS zurückführen wollte, das war hier so weit überboten,als daö römische Volk und sein Tribun an Macht und innererThatkraft hinter dem großen Kaiser zurückgestanden. In Romselbst staunte man über den Beschluß; Einige glaubten, derselbesei gegen Papst und Kaiser gerichtet, die Meisten dachten, es seiblos der letztere damit gemeint. In wenigen Tagen wurde derwahre Sinn klar, denn der 1. August nahte heran.... Die Ge-sandten kamen in den letzten Tagen des Juli zahlreich nach Rom ;gegen 26 Orte schickten ihre Vertreter, deren Zahl sich im Ganzenaus 200 beließ, auS den edelsten Geschlechtern ihrer Heimath ge-wählt und unter einander in prächtigen Aufzügen wetteifernd.Die Florenliner scheinen im Anfange Bedenken getragen zu haben,bis der Tribun sie beruhigte, daß er damit keine Oberhoheit inAnspruch nehme, sondern nur zur Erneuerung der alten Freund-schaft die Gegenwart ihrer Gesandten wünsche... Die ganzeZahl der anwesenden fremden und einheimischen Ritter beließ sichauf 2000.... Am Bußtage deS Festes... lud der Tribun gegenAbend das am Lateran um sich versammelte Volk ein, morgenfrüh wieder zu kommen. „Heute Nacht, sagte er, werde ich michzum Ritter machen, kehrt morgen wieder und ihr sollt Dingehören, welche Gott im Himmel und den Menschen auf Erden ge-fallen werden." Daö Volk ging auseinander, Cola selbst stiegmit seinem Gefolge in die Kirche hinab. Nachdem ein feierlicherGottesdienst gehalten war, badete er sich nach dem gewöhnlichenGebrauche... Der Tribun bediente sich hierzu deS kostbarenTaufbeckens, einer antiken Badewanne von Probierstein..., worinnach der Legende Kaiser Constantin selbst von dem Papste Syl-vester getauft und dadurch vom Auösatze gereinigt war. Dann