Band 
Achter Band.
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hatte er noch eine Matrazze genommen, daS Gesicht damit ver-hüllt und war dann/ als habe er in dem Hause geplündert/ unterdas Volk getreten/ mit dem Rufe: //Hinauf/ hinauf/ oben sindnoch viele Sachen." — Man schleppte ihn jetzt zu der Armen-sünderstätte vor dem Käfige des städtischen Löwen und hier stander wieder ein Zeit lang/ ohne daß Jemand Hand an ihn legenwollte/ bis Ceceo del Vccchio ihm das Schwert durch denLeib stieß; der Notar Treja spaltete ihm den Kopf und nunsuchte jeder sein Schwert in das Blut des ehemaligen Günstlingszu tauchen. Obgleich schon der erste Streich rödtlich gewesenwar/ so wurden doch an dem entseelten Leichname die schreck-lichsten Mißhandlungen verübt/ man band die Füße mit einemStricke und schleifte ihn bis nach der Piazza S. Marcello in dieNähe der Wohnungen der Colonna. Ganz verstümmelt/ selbst derKopf war abgerissen/ hing man hier den Leichnam bei den Füßenauf. Zwei Tage hing er unter dem Gespötte der Bube»/ welchemit Steinen darnach warfen/ bis er auf Befehl des Giugurtaund Seiaretta Colonna abgenommen/ nach dem Platze vordem Mausoleum Augusts gebracht und dort von den Juden aufeinem Feuer von trockenen Disteln verbrannt wurde. Cola'SHabe sammt den Waffen und Pferden der Fremden, welche beiihm waren/ wurden von dem Volke weggenommen; in seiner Stubefand man ein Verzeichniß von römischen Bürgern/ denen er jenach ihrem Vermögen eine Steuer von 400/ 100.50 und 10 Gold.gülden auflege» wollte. — Das war das Ende deS Cola diRienzo. Durch einen edlen Aufschwung seines Geistes hatteer sich auf einen erhabenen Standpunkt gestellt/ welcher über dieEinsicht seines Verstandes und die Kräfte seines Willens soweithinausging/ daß er uns nicht einmal daS Schauspiel eines groß-artigen AnkämpfcnS und Ringens mit der aufgefaßten Idee dar-bietet; ja diese Idee selbst hatte er zuletzt fast aufgegeben, undweil ihm dann die gewöhnlichen materiellen Bedingungen undGrundlagen der Herrschaft fehlten, so war sein Sturz unaus-bleiblich. Sei» ganzes Leben zeigt uns nur Außerordentliches,nichts wahrhaft Großes. In der Geschichte und in dem Glau-ben der Menschen ist aber das Andenken an den edlen Anfangvorwiegend geblieben, und hat seinen Namen mit einem roman-tischen Glänze umgeben, wie er wenigen Gestalten des Mittel-alterö zu Theil geworden ist. In dem Dunkel der Frevelthaten