Band 
Achter Band.
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macht, namentlich während des Kostnitzer Conzilö, wo er alsBankier des Papstes sich einen unermeßlichen Kredit und einengroßartigen Wirkungskreis erwarb; dabei benahm er sich so Harm.loS und gutmüthig, zeigte sich so gänzlich frei von Ehrgeiz, daßman keinen Anstand nahm, für ihn das Gesetz der Ausschließungvon den StaatSstellen aufzuheben. Seine Bereitwilligkeit, denBedürftigen mit seinem Vermögen beizuspringcn, seine Freund-lichkeit gegen die untern Klassen, seine gemäßigte Haltung inmic-ten der Partciungen erwarben ihm die allgemeine Achtung undZuneigung um so mehr, da die durch den Krieg mit FilippoVisconti außerordentlich gesteigerten Lasten einen Volksaufftandhervorriefen und durch seine Vermittlung diese Lasten erleichtertwurden. Alle Parteien, Edle und Popolaren, bemühten sich da-her, ihn auf ihre Seite zu ziehen, und trotz des Widerstandes desNicolo d'Uzzano wählten sie ihn (1421) zum Gonfaloniere,welches hohe Amt er in der würdigsten Weise verwaltete. SeinAnsehen und die Verehrung, welche er sich erworben, übertruger auf seine beiden Söhne CoSmuS und Lorenzo, denen erauf dem Todbette (1428) anempfahl, stets recht zu handeln, Nie-wanden zu beleidigen und zu kränken, in den Staatsangelegen-heiten nie die von den Gesetzen und dem freien Willen der Bür-ger gezogene Schranke außer Acht zu lassen.

Cosinus dei Medici. 1429.

Cosmuö, der milden väterlichen Tugenden und großer Ein-sicht eine rege Theilnahme für die öffentliche Sache verband,übernahm die Leitung des Volkes. Einschmeichelnd, sanftmürhig,stets die mildesten Mittel anwendend und seinen Reichthum sei-nen Freunden zur Verfügung stellend, wußte er im Nothfalle dochauch energische Maßregeln anzuwenden. Während er den Wis.senschaften und Künsten als besonderer Gönner sich bewährte, er-schloß er zugleich der wachsenden Thätigkeit in Handel und Ge-werbe neue Wege; der Wechselverkehr, welcher den Verbanntendie Nutznießung ihres Vermögens gestattete, fesselte diese durchdie Bande deS Vortheils und der Dankbarkeit mit dem Hause,daS die belangreichsten Bankgeschäfte machte; die Condottierilegten in dessen Kassen ihre Ersparnisse nieder oder ließen sich vondenselben Vorschüsse machen. Dabei nahm der Reichthum Cosinus'um so mehr zu, als er die Lebensweise eines einfachen Bürgersnicht aufgab, kein glänzendes Haus hielt, keinen fremden Mini-