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Cosmus blieb Kaufmann selbst als Oberhaupt der florentinischenRepublik. Hiedurch nahmen sie jenes zugleich einfache und feineBehaben an, so ganz verschieden von dem hochmüthigen undrohen Benehmen der Aristokratie der übrigen Länder; hiedurchauch vergrößerten sie ihren Wohlstand wie die Bevölkerung. Undnamentlich gilt dieses von ToSkana, wo auch die Geschichte deSNotarS, deS Kaufmannes aufgezeichnet ist in den Archiven und inden Registern der Priorate, die darum nicht blos über daö öf-fentliche, sondern auch über LaS Privatleben Aufschluß gewähren.
Siena zählte 100,000 Einwohner, bis durch die Pest dieseAnzahl auf 13,000 zusammenschmolz. Im Jahr 1337 kamen dieSalimbeni, deren Familie 16 Haushaltungen zählte, überein,einen gemeinsamen Schatzmeister zu halten zur Verwaltung ihrerEinkünfte, und während einer Reihe von Jahren erhielt jedesHaus jährlich 100,000 fl. oder Zechinen (zwei Millionen Franken).Eine außerordentliche Steuer von zwei vom Tausend, auögcschric-ben um den Grasen Landau zu bezahlen (1357), brachte 40,000 fl.,was einen Werth von 20 Millionen (423 Millionen Franken)darstellt. AlS ein Handelsmann au§ Syrien viele Stoffe mirund ohne Gold einführte (1338), kaufte sieColuccioBalardium 115,000 fl. und setzte im Laufe eines Jahres fast den ganzenVorrath ab. Er hielt ein Comptoir oder eine Faktorei zu Pariö,gleichwie Giovanni Vanni, gleichfalls ToSkane, zu Dovreöund Canterbury. Die Bardt und Peruzzi, die dem Königevon Frankreich 1 '^ Millionen Florenen (275 Millionen Franken)und dem Könige von Sizilien 100,000 fl. ein jedes HauS leihenkonnten, haben wir bereits erwähnt; man berechnete, daß imJahr 1422 der Geldumlauf in Florenz vier Millionen Florenenbetrug.
Von FranceSeo Baldu cci Pegolo tti, der im 14. Jahr-hundert über die HandelSgebräuche und die von den reisendenKaufleuten zu befolgenden Regeln schrieb, erfahren wir, daß sieBeziehungen mit England, Marokko, der ganzen Levante, ja bisnach China unterhielten. Die Chronik des Bcnedelto Deigibt den Florentinern cinundfünfzig Handelshäuser in der Le-vante, vierundzwanzig in Frankreich, siebenunddreißtg im König-reich Neapel, neun in Rom, ungerechnet die in Venedig, Spa-nien und Portugal befindlichen. Häufig nahmen sie das Münzrcchtin Pacht; Eduard I von England verlieh eS einem FreSco-baldi, und ein Bardi hatte im Jahr 1329 den Pacht über