Band 
Achter Band.
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bardien gegen Oclc, Weine, getrocknete Früchte der ligurischcnKüsten, die LuxuSwaffcn und verarbeiteten Korallen von Genua,das Leinen auS der Champagne, die Wolle, das Blei und Zinnaus England, kurz gegen die Erzeugnisse von ganz Europa. Einengroßen Gewinn warf ihm auch ab das Salz aus dem schwarzenMeere, der Alaun von Phokäa, der Mastix von CHios; letztererallein ertrug jährlich 120,000 Goldlhalcr (6 Millionen Franken).Aber trotz alle dem erlag Genua mit seinem bektagenSwerthen,nie rastenden Partcitreiben am Ende selber der ruhigen, weitaus«sehenden Beharrlichkeit der venctianischen Aristokratie.

Venedig.

Venedigs Freiheit sank mehr und mehr zum bloßen Namenherab. Die Macht der Signoria und des große» Rathes warlediglich Schein; nur die Zehn führten, gewaltthätig und demRecht trotzend, ein Regiment, das freilich die persönlichen Lei«denschaften Faklioncn darniedcrhielt, aber auch keinen AufschwungEinzelner duldete. Nur wenige Familien, deren Namen im gol-denen Buch standen, hatten Theil an der Souveränetät, die an-dern Lagunenbewohner bildeten sich mindestens ein, daran Theilzu haben, weil sie ja jiackroni (Herren) hießen. Daraus erwuchsjene Scheue gegen das Vaterland und seine Häupter, welcheden Willen der Einzelnen unier das Gesetz beugte, zu jedemOpfer fähig machte. Die Bewohner des Festlandes hatten, alösie sich der Republik unterwarfen, sich gewisse Rechte ausbedun-gen, wie die Besetzung der Munieipalämter; aber es fiel ihnennicht ein, irgend welchen Antheil an der Regierung zu bcan-spruchcn. Die überseeischen Unterthanen wurden als Unterwor-fene, ihre Länder alö eroberte betrachtet und darnach behandelt:ihnen gegenüber war nur das Interesse Venedigs maßgebend;Castelle umgaben ihre Städte, um sie in Furcht zu erhalten, ohnesie hinlänglich gegen den Feind zu schützen. Sie hatten nichteinmal ihre eignen Obrigkeiten; Venedig schickte ihnen zweiSenatoren, einen als Podcsta, den andern alS Kriegsobcrsten.Dies war nebenbei ein gutes Mittel, die Edlen auswärts zu be-schäftigen und sie für die steigende Schmälcrung der Freiheitin der Heimath zu entschädigen. Diese Colonien gereichten eigent-lich der Verfassung zum Schaden, denn sie brachten einen andern,der Regierung zwar nicht feindlichen, aber minder von ihr ab-hängigen Adel in die Hohe, der ohne die wachsame Gewaltherr-