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versprach man inS goldene Buch zu schreiben. So ward Vene-big durch die Opferwilligkeit seiner Bürger befestigt/ undVettorrettete eS nicht blos, sondern zwang auch die geschlagenen Ge-nuesen bei Chioggia, steh auf Gnade und Ungnade zu ergeben.
Dennoch büßte Venedig im Frieden von Turin (1382), derdurch Vermittlung deö AmadeuS von Savoyen zu Standekam, nicht blos die unermeßlichen Reichthümer ein, die cö aufden Krieg verwendet hatte, sondern verlor auch alle seine fest-ländischen Besitzungen, so daß Genua nun die Herrschaft zrr Seeerlangte. Doch hatte auch dieser Scaat schwere Verluste anGeld und Schiffen erlitten, sein Handel lag darnieder, Partciwuthraöte im Innern. In vier Jahren (1390-1394) brachten zehnRevolutionen zehn Male andere Häupter an die Spitze des Staa-tcö; fortan wechselten innere Fehden mit Abhängigkeit nachAußen; die Colonie zu Pera in Constantinopel ging verloren;der Einfluß in Italien sank auf Null. Die einzige bedeutendeThat Gcnua'S in dieser Zeit ist der Zug gegen die BarbareSken,um ihrer Secräuberci Einhalt zu thun. Der Herzog von Bour-bon, des KönigS Karl Vl Oheim, führte in Begleitung vielerfranzösischer Herren dreihundert Gallioncn und über hundert Last.schiffe an die Küste von Afrika; aber die BarbareSken vermiedenjede Schlacht, und der Zug blieb ohne Erfolg.
Während Genua seine Unabhängigkeit wohlfeilen KaufeSdahingab, hütete Venedig die scinige mit großer Sorgfalt, ge-wann rasch seine Besitzungen in Dalmaticn wieder, breitete sichin Ungarn und Griechenland aus, besetzte (13L6) Corfu durchfreiwillige Ergebung, eroberte Napoli di Romania, ArgoS, Du-razzo , daS vor Alters die Angcvinen besaßen, nahm Trevisowieder, daS cS an Leopold von Oesterreich abgetreten undwelches dieser an Carrara verkauft hatte; dann gewann eö un-ter Michcle Steno Vicenza, Verona und endlich auch Padua(1400). So gelangte cS zur Ucbermacht in Oberitalien, dienicht auf dem Wege des Rechtes erlangt und mit Treulosigkeitbehauptet ward. Bald darauf entriß es seinen Erbfeinden, denPatriarchen von Aquileja, Belluno und Udine (1420).
Venedig stand jetzt auf dem Höhepunkt seines Glanzes. DieMacht des AdelS hatte sich mit der Zeit befestigt, und die Edlenentwickelten in der Politik nicht minderes Geschick, als die Va-fallen in der Führung der Waffen, ja sie beherrschten die öffent-liche Meinung dergestalt, daß sie diese ganz eigentlich inS Schlepp-