Band 
Achter Band.
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zweitausend Tonne« / je im Werthe von hunderttausend Zechinen(1,700,000 Fr.)/ aus / ungerechnet diejenigen, welche Privatenin die nicht für die Staatsflotten rcscrvirtcn Gewässer auskaufenließen.

Wo Venedig nicht herrschte, da wußte es sich wenigstensVorrechte und mancherlei Erleichterungen zu verschaffen undstellte Consuln oder Vögte auf, um dem Vaterland Achtung undden Bürgern rasch Schutz und Recht zu verschaffen. Der Consulzu Konstantinopcl, der zugleich Gesandter der Republik und dor-tiger Aufseher ihres Handels war, besaß unbeschränkte Jurisdic-tion über die Kolonie seiner Nation, hielt Wachen und trugwie der Kaiser Scharlachschuhe; und als Konstantinopcl von denTürken genommen war, hatte er auch noch andere Nationen, na-mentlich die Armenier und Juden zu vertreten. Oft wendetensich selbst Könige um Rath oder mit schwierigen Aufträgen andiese gewandten und erfahrenen Kaufleute.

Selbst bis zu den Armeniern drangen sie vor, die sich imäußersten Kleinasien einige Unabhängigkeit bewahrt hatten undsich mit Handel, namentlich mit der Verfertigung deS Kamclotöaus patagonischen und angorischen Ziegenhaaren beschäftigten.Die Veneciauer wollten nun nicht blos diese Gewebe ausführen,sondern dergleichen auch auf eigene Rechnung anfertigen lassenund den Rohstoff erhalten. Auch erlangten sie das Münzrccht indiesem Lande.

Um aber die Republik auf der gewonnenen Höhe, dieselbe imBesitz der errungenen Vortheile zu erhalten, mußten deren Leiterdie Augen stets geöffnet halten. So hatten sie das adriatischeMeer förmlich zu ihrem eigenen gemacht, unterwarfen jedes ausden italischen, dalmatischen und istrischcn Flüssen einlaufendeSchiff einer Untersuchung und nahmen für den orientalischenHandel ein Monopol in Anspruch. Darum betrachten sie nichtblos die italienischen Scerepublikcn, sondern alle seefahrendenStaaten als ihre Nebenbuhler, und alS Pirro Pasqualigo,der Gesandte zu Lissabon, die Anzeige machte, die Portugiesenhätten einen neuen Seeweg nach Indien entdeckt und Spezerei-waaren zu billigerm Preise alö die Venctianer angeboten, wurdedieses Ereigniß alS ein öffentliches Unglück angesehen. Der Staatwußte aber nichts Besseres zu thun, alS dem Sultan von Egyp-ten zu eröffnen, sein Land und Glaube seien in Gefahr und ihmWaffen und Leute anzubieten zu Vernichtung der Eindringlinge,