Band 
Achter Band.
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daS gewaltthätig«: Regiment der kaiserlichen Vikare erregte Un-zufriedenheit/ die Unbeständigkeit der Ungarn mit denen Sigiö-mund Italien übcrfluthete/ die Tapferkeit des BandenführersPhilippo d'Urcclli, alles dies verschaffte dem Löwen vonSt. Marcus den Sieg in ganz Friaul. Der unruhige Patriarchvon Aquileja vermochte kaum einige feste Plätze zu behaupten undnahm einen Iahrgehalt von der Republik an / welcher der Grafvon Görtz die Huldigung leistete/ die er bisher«» diesem Prälatengeschuldet (1421).

Nach dem Tode (1423) des Tomaso Moeenigv/ der un-ablässtg die Vcncttaner vor Erwerbungen in Griechenland ge-warnt hatte/ bewog sie der unternehmende und feurige FrancescoFoScari zur Besetzung von Salonich; aber Amurat 4 nahmihnen die Eroberung wieder ab/ griff Morca an und Venedigkostete dieses Unternehmen 700/000 Dukaten (1429). Diesernämliche FoScari stand auf der Seile derjenigen/ welche derEitelkeit Venedigs mit der Idee schmeichelten/ es vermöge inItalien zu eben so großer Macht zu gelange» / wie Rom ehedembesessen hatte/ und unter seiner Leitung einen Bund zu bilden/der im Stande wäre/ dem Einfluß der Visconti Schach zubieten. So entspannen sich Venedigs Kriege mit PhilippoMaria/ die zwar daS Ansehen der Republik in Italien bedeu-tend steigerte«/ aber auch ihre Aufmerksamkeit vom Handel ab-lenkten und sie von den Condotticri abhängig machten; diese wur-den ihrerseits von der Signoria bald mit Schmeicheleien über-häuft/ bald mit Härte behandelt; wurden die Namen von Gatta-melata und Michele Attendolo inS goldene Buch eingeschrie-ben/ so ward dafür Carmagnola hingerichtet. Die Republikhätte weiser gehandelt/ den überseeischen Verhältnissen ihre ganzeBeachtung zu widme»/ alle Mittel zu ergreifen/ um ihre levanti-nischeu Kolonien blühend zu erhalten und sie an dem Bürgerrechtezu bethciligen: allein während Venedig gegen den Herzog vonMailand 18/000 Reiter und ebenso viele Fußgänger ins Feldstellte- unterhielt es in Morea nie mehr als 2000 Mann regel-mäßiger Truppen. Indeß hätte Venedig/ um seine von den osma-Nischen Eroberungen und der dem Handel gegebenen neuen Richtungbedrohte Größe zu erhalte»/ allerdings wohlgethan/ eine illyrischeMacht zu werden oder wenigstens auf irgend eine dalmatischeInsel seinen Hafen zu verlegen/ der in der Stadt selber ungünstiggelegen war/ derselben aber dann als Vormauer hätte dienen