Band 
Achter Band.
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umher. Er reiste mit Lorenzo Medici/ Beruardo Ru-cellai, D on ato Acciajuoli, und nachdem er in dieser Weisemit der Kunst sich innig vertraut gemacht und eine reiche Er-fahrung gesammelt hatte / schrieb er seine Abhandlung ve roWäilientorin *)/ das erste Werk über Baukunst seit Vitruv.

Im ersten Buche handelt dieses Werk von dem Ursprung derBaukunst und ihrem Nutze»/ von der Wahl und Zubereitung,Messung und Eintheilung deS Bodens / dann von den Säulen,Pfeilern/ Dächern, Fenstern, Treppen, Abzugskanälen u. s. w.,im zweiten von der Wahl der Materialien, den Planen, Arbei.lern, im dritten von den verschiedenen Bauarten, Fundamenten,Pflasterungen, Gewölben; daö vierte beschäftigt stch mit allge.meinen Betrachtungen und anderen bei den alten Baumeisterngebräuchlichen Ceremonien ; im fünften folgen Regeln fürdie Schlösser der Tyrannen und die Paläste der guten Fürsten,für Tempel, Akademien, Schulen, Hospitäler und die ver-schiedenen bürgerlichen, militärischen und ländlichen Bauwerke.Die Geschichte der Baukunst und eine Theorie der Maschinenfüllen daS sechste, und daS siebente Buch handelt von dem archi-tektonischen Zierwerke besonders bei Kirchen, während das achteund neunte von Straßen, Grabmälern, Pyramiden und öffent-lichen Bauten überhaupt, von der Ausschmückung der fürstlichenPaläste, Rathhäuser und Landfitze handelt. Das letzte Buch end.lich ist der Lehre von den Wassern gewidmet.

Einfachheit, Großheit, Mannigfaltigkeit der Erfindung, !Fc-stigkeit, angemessene Wahl der Ornamentik, das hatte er aller,dings von den Alten gelernt, aber er erreichte fie doch nicht,namentlich ist Ansehung der edlen Einfachheit, um so weniger,da er nur die Pläne entwarf, deren Ausführung jedoch nichtüberwachte. NikolausV, dem er sein Werk überreichte, be.schäftigte ihn in Rom und übertrug ihm hauptsächlich die Wie.derherstellung von Santa Maria Maggiore und der Leitungen derVirAino; eine Brücke zur Engelsburg und ein großartigerPalast blieben durch den Tod dieses Papstes unausgeführt. ZuFlorenz baute er das Portal von Santa Maria Novella, denPalast Nuccllaj mit der Loggia gegenüber, in gutem Style, aberin der Ausführung weniger correkt als im Plane. Besser fiel dieLoggia am andern Palast dieser Familie (in der Straße della

) I. I. 1485 zu Florenz gednickr.