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eigenen Grundsätzen abzuweichen*); es blieb ihm wohl nicht an-ders übrig/ als die Menschlichkeit zurücktreten zu lassen vor derHabsucht, um den Ansprüchen des Staatsschatzes — der selbstwieder durch des Königs Ferdinand Politik übermäßig in An.spruch genommen war — einigermaßen zu genügen und um seineUnternehmungen fortsetzen zu dürfen, indem er Leren Nutzenaugenscheinlich bewies. Dann liegt auch leider der menschlichenNatur die Gefahr sehr nahe, im Eifer deS Thatendrangs und inder Hitze des Wirkens die ursprünglich klar erkannte Gränzliniezu überschreiten; und da Colombo bei seinen Wilden aus Wi.dersetzlichkcit oder Unfähigkeit zu jeder Anstrengung stieß, mochteer sich einbilden, sie seien von einem geringern, wohl gar schlim.mern Geschlechte als das unsre. Sogar die anfänglich den Jndiernso wohl gesinnte Königin ward bewogen zuzulassen, daß sie zurArbeit gezwungen und von Ort zu Ort geschleppt wurden; sokam man allmälig dazu, auch die härtesten und grausamsten Maß.regeln gegen die Indier in Anwendung zu bringen, während mannach wie vor im Prinzip die Unantastbarkcit ihrer Freiheit auf-recht erhielt. DieS nannte man Politik und die politische Noth.wendigkeit sollte jede Gewaltthat entschuldigen.
Daß die Klagen dieser Unglücklichen und die Unzufriedenheitder Ansiedler an den Thron gebracht wurden, und zwar in mög-lichst übertriebener Weise, dafür sorgten die Feinde deS Admi-ralS; und obgleich die Könige geneigt waren, Rücksichten gegenihn obwalten zu lassen, obgleich er wiederholt darauf hinwies,er müsse nicht als Statthalter eines schon geordneten Landes,sondern als Untcrwcrfer einer wilden Nation beurtheilt werden,wurden doch schwere Anschuldigungen gegen ihn erhoben. Manergriff bereitwillig diesen Anlaß zur Beschränkung der anSgcdehn.ten Privilegien, die man ihm, wenn auch in feierlich bindender
Der Kampf zwischen seinem wohlwollenden Charakter und den Anforde-rungen der Monarchen tritt bedeutungsvoll in einem seiner Briefe andie Königin hervor. Von dein Lande Veragna redend, das er für die6Iiei'8»iie8ll8 aursa hielt, woher Salomon sein Gold bezog, und denunermeßlichen Reichthum dieses Landes schildernd, fügt er hinzu: „Dochaber hielte ich nicht für erlaubt, es seinem Fürsten raubweise (gar viaäs roba) abzunehmen; sondern ich werde es derartig einzurichten wissen,daß Aergerniß und schlimme Nachrede (esoanäalo v maln tama) ver-meidend, all dies Gold in die Kassen Ew. Hoheiten fließen und nichtein Korn dem Fürsten von Veragna verbleiben soll."