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Inzwischen waren Andere bereits in den stillen Ozean ge-drungen und der unverzagte Oj eda gelangte nach Gegenden/ wo/wie die Caziken versicherten, Gold in Menge gefunden, in Goldgespeist, in Gold gewohnt werde. Seine Reisegefährten warenBalboa, Juan dellaCosa, Pizarro u. A., deren Berichtevon unschätzbarem Werthe die niedrige Habgier und Eifersuchtder spanischen Regierung in den Archiven vergraben.
Ponze de Leon, mit drei Fahrzeugen von Porto.Ricoausgelaufen, um eine Quelle aufzuspüren, welche die Jugendwieder gäbe, entdeckte Florida und dessen Ostküste bis zum drei-ßigsten Grad der Breite (1512), fand aber feurigen Widerstandbei den Eingeborncn. Dies Unternehmen fortsetzend, beschilfteAlvarez de Pineda den ganzen mexikanischen Meerbusen,und entdeckte Juan de Griialva ein äußerst reiches Land mitSpuren von Architektur, Tempeln nebst Kreuzen und Idolen undunermeßlichem Golde; er gab ihm den Namen Neu. Spanien,welcher in der Folge auf ganz Mexiko angewendet wurde.
Balboa.
Vasco Nugnez di Balboa, ein bisher ganz unbekannterMann, bewies bei einer Expedition nach Darien oder der Land-enge von Panama so viel Muth und Verstand, daß man ihn zumAnführer wählte; er gründete die erste spanische Kolonie aufdem Fcstlandc, Santa Maria von Darien. Ueberzeugt, daß, umin Madrid die Bestätigung seiner Würde zu erlangen, er mitGold beladen daselbst erscheinen müsse, erwarb er eine großeMenge dieses edlen Metalls, aber nicht dadurch, daß er die Ein-gebornen todtere, sondern dadurch, daß er ihnen schmeichelte. EinCazike, dem der Golddurst der Europäer auffiel, sagte zu ihm:„auf dem andern Meere, sechs Sonnen von hier, ist ein anderesLand, wo du so viel Gold bekommen kannst wie du willst. Aberihr seid zu wenige". Balboa ließ diesen Wink nicht unbeach.tct und erlangte mittelst eines reichen Geschenkes Schutz undBeistand vom Statthalter zu HiSpaniola. Etliche verwegene frie-sische Abenteurer, durch reichen Lohn und noch reichere Hoff-nungen angelockt, entschlossen sich, ihn durch unbekannte Gewässerund Wüsten zu begleiten, bis an jenes Meer, welches Colombovergebens gesucht hatte. ES waren ihrer 190, und Balboa ver-stand es, sich Gehorsam von ihnen und die Freundschaft derIndianer zu verschaffen, die er auf seinem Wege antraf und die