Band 
Achter Band.
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Afrika so nahe komme; sonst hätte man nicht in eine Theilunggewilligt/ welche Portugal Brasilien zuerkannte. Auch sah manferner nicht voraus, daß/ wenn die Einen im Osten/ die Andernim Westen vordrangen/ beide Völker am Ende sich begegnen undauf einer andern Hemisphäre/ auf welche die päpstliche Linie sichnicht hin erstreckte/ Gränznachbarn werden würden.

Dieser Fall verwirklichte sich nun aber binnen wenigen Jah-ren, und man stritt sich um den Besitz der Molukken. Die Por-tugiesen hatten sie in Beschlag genommen; allein Magellanbewies Karl V/ daß sie innerhalb der Linie der Spanien zuge-wiesenen Länder lägen/ da sie sich 180 Grad westlich vom Meri-dian der Demarkation befänden. Diese Beweisführung bot hin.sichtlich dcS Atlantischen McercS keine Schwierigkeit dar/ nichtso aber hinsichtlich der entgegengesetzten Seite dcS ErdballS/ in-dem die Geographen über Indien und Cathai immer noch imUnklaren waren. Magellan machte deshalb den Vorschlag, eineFlotte westwärts zu führen - überzeugt/ daß eine Durchfahrt voneinem Meere zum andern existire, ja/ um Glauben zu erlangenbehauptete er, sie auf der Karte deSMart. Behaim gesehen zuhaben. Mit fünf Schiffen und 230 Menschen lief er aus (1519)/und verfolgte/ nachdem er Brasilien berührt / die Richtung nachSüden. Die Anstrengungen einer so unerhörten Seefahrt triebenseine Begleiter zu einer Empörung/ die er mit übertriebenerHärte unterdrückte. Er überwinterte in der Sän Julian-Bai/ohne eine lebende Seele zu erblicken; endlich bemerkten sie einigeMenschen von riesenmäßigem Wüchse / die sehr staunten / alö sieso kleine Leute und so große Schiffe ansichtig wurden. Sie tru-gen Felle von Lamas an den Füßen/ ein Thier/ welches damalszuerst gesehen wurde / weshalb die Wilden Patagoniek/ das heißtSchlechtbeschuhete genannt wurden.

Nachdem man wieder unter See gegangen, entdeckte mandie Meerenge/ die noch MagellanS Namen trägt (1522); letz-terer befuhr nun mit drei Schiffen die von Balboa entdeckteSüdsee. Er brauchte drei Monate und zwanzig Tage/ um durchdiese Meerenge zu kommen, ohne daß er bei nur einer der vielenInseln sich aufgehalten hätte, bis er die späterhin Marianen undPhilippinen genannten Inselgruppen erreichte. Hier taufte er denKönig von Zebu und versprach ihm, gegen jedweden Feind ihnzu schützen. Durch dieses Versprechen aber verpflichtet, einenbenachbarten Häuptling zu bekriegen, fand er im Kampfe den