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Achter Band.
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Niemals entsagte er der Hoffnung, Amerika durch die Predigtallein zu gewinnen, die Flüsse mit Goldsand zu entdecken, umdie unersättliche Habgier der Eroberer zu befriedigen und daSLand vollkommen urbar zu machen. Und in der That unterwarfer auf diese Weise in Guatemala einen Landstrich von achtund,vierzig Stunden Länge bei sicbenundzwanzig Breite.

Die Neger.

Und doch hat sich an das Andenken dieses gerechten undedlen ManneS als ein häßlicher Flecken der Vorwurf angeheftet,Urheber einer ungeheuren Ungerechtigkeit zu sein! Gemeiniglichnämlich glaubt man, daß, um die Mühsale seiner Indianer zuerleichtern, Las CasaS den Handel, oder, wie man sagte, dieEinfuhr der Neger Afrika's vorgeschlagen — eine grausame Wunde,auS der noch so vieles Blut strömt, die unermeßlichen Einflußübte und stets noch üben muß auf den Charakter und daS Geschickder Nationen, die sich ihrer Civilisation rühmen.

Wir hatten bereits Gelegenheit darzuthun, daß in jenerEpoche die Sklaverei in Europa noch nicht ausgerottet gewesen.Nach den Begriffen der damaligen Zeit konnte Heide und Musel.mann, als Sklaven deS DämonS, mit vollem Rechte in Knecht,schaft gehalten werden. Hoch in das Alterthum zurück reicht derHandel mit schwarzen Sklaven, welche Aelhiopien, Abyssinicn,Sudan von den zwischen AtlaS und Negrizien gelegenen Völkernherholten. Die Karthagenicnser verwendeten sie als Ruderknechteauf ihren Galeeren undHasdrubal kaufte deren 5000 an einemTage; insbesondere pflegten die Fczzan bewohnenden Garamantenin Quadrigen jene unglückliche Troglodyten zu jagen in den-selben Gegenden, wo noch jetzt ihre Nachkommen, die TuarikSund Tibbos die Waare aufsuchen für die Sklavenmärkte Egyptensund Konstantinopelö.

Die Einführung deS Christenthums und die Unterbrechungdes Verkehrs machten wahrscheinlich diesem gräuclhaften Handelein Ende; allein mit dem Islam lebte er wieder auf und dieAraber der BarbareSken wurden die Unterhändler desselben fürgesammt Europa. Eines der mächtigsten Motive, die KüstenAfrika'S zu durchforschen, war gerade die Hoffnung, Negersklavenvon daher zu bekommen, die auf unseren Märkten großen Werthhatten. Die Philosophen behaupteten, die Schwarzen seien voneiner niedrigern Race als die Weißen; die Theologen fanden in