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denn Viele entkamen; Viele unterlagen auf dem Wege zur Küste/mehr noch auf der Uebcrfahrt. Denn in den besonders für diesenHandel erbauten Schiffen lagen sie, gefesselt, aufeinandergrhäuftim unteren Theile, sechs bis sieben Monate darauf wartend, daßdie Ladung vollständig. Waren dann die Anker gelichtet, so wur-den sie unter der Linie überfallen von durch die schlechte Nahrungund den Mangel an Luft hervorgerufenen Krankheiten und manmußte ihre Leichen zu Hunderten ins Wasser werfen. Kamenhierzu noch Windstillen, die durch die Verzögerung der Fahrtden AuSgang der LebenSmittel befürchten ließen, entfesselten sichrasende Stürme: dann warf man rücksichtslos diese Waare überBord, die doch Menschen waren, eine Seele, eine Heimath, eineFamilie hatten. Oft rafften die Blattern ganze Schiffsladungenweg und der Kaufmann war trostlos über daS Mißlingen seinerSpekulation.
Wie aber mußten das LooS der Umgekommenen die beneiden,die nach Amerika gelangten l Sie kannten sich selber nicht mehrbei der Ausschiffung; sie waren Leichname, kaum daß sie nochathmeten. Hier wurden sie mit einem Brandzeichen versehen-barbirt, gesalbt, dann gefüttert, damit sie ein gutes Aussehenhätten auf dem Markte, wo sie verkauft, wer weiß wohin gingen,dem kleinsten Winke eines Herrn unterworfen, der Schiedsrichterüber ihr Leben war von dem Augenblicke an, wo er sie bezahlthatte. Die alten Sklaven wiesen den Neulingen ihre Arbeit an;unter den Protestanten wurden sie ohne irgend welche Idee vonReligion gelassen; die katholischen Missionäre hingegen waren be.müht, sie zu bekehren, gegen den Willen der Herren selbst, denndiese durften sich alsdann nicht weigern, sie an Sonn. undFeiertagen ruhen zu lassen und ihre Eigenschaft als Christenwenigstens einigermaßen zu achten.
Halbnackt, kaum mir Brod und Speck genährt, des Nachtsin Löchern angehäuft, nachdem sie den ganzen Tag in den Minen,in den Mühlen, in ungesunden Werkstätten, in höchst bcschwerli-chen Plantagen sich abgcmühet, der Unwissenheit, dem Concubi.nate preisgegeben, nutzten sie ihr Leben ab. Und doch verlorensie ihren angebornen heitern Sinn nicht, und erfreuten sich amBall- und Würfelspiele, sangen und machten Gedichte aus demStegreife. Leidenschaftlichen Temperaments, waren sie sehr frucht,bar; allein die schweren Dienstleistungen, zu denen die Weiberangehalten wurden, veranlaßten sehr viele frühreife Geburten,