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wußten nichts von Ziegel»/ von Kalk, von Schwibbogen, von derKunst des Zimmermanns, und verstanden also auch nicht, Dächeranzubringen, oder die Häuser im Innern bequem einzurichten.Ihre Skulptur stand auf einer niedrigen Stufe; doch entbehrendie Vasen, die in ihren Grabmälern gesunden werden, weder derzierlichen Form, noch der feineren Ausarbeitung. Sie sammeltendas'Gold aus den Flüssen und gruben daS Silber, allein nurauf der Oberfläche der Erde; die Erze zu schmelzen verstandensie. DaS Kupfer vermischten sie mit Zinn zur Anfertigung vonInstrumenten für die Bearbeitung harter Stoffe.
Nach dem Tode eines Jnca wurde daS Gemach, das ihm injedem seiner Paläste zum Aufenthalte gedient, sammt den Mobilienund Allem, was darin war, eingemauert und ein anderes fürden Nachfolger hergerichtet. Damit die Feierlichkeiten durch dieUngunst der Witterung nicht gestört würden, verbanden die Jn-cas mit ihren Palästen geräumige Säle, die mehrere tausendPersonen zu fassen vermochten, und weil die peruanische BauartGewölbe nicht kannte, mit Baumstämmen bedeckt waren. DasInnere der königlichen Gemächer war durch Metalle, Edelsteine,Teppiche, Menschen- und Thicrgestalten ein wahres ParadieS;das Geräthe für sämmtliche Lebensbedürfnisse bestand aus Goldund auS Silber; die Jncas geboten über prachtvolle Gärten,Bäder, ausgesuchte Tafel, lebten jedoch im Allgemeinen mäßig.Oeffentlich erschien der Herrscher nur in einer goldenen Sänfte,und ihn zu tragen, war die Verpflichtung oder das Privileg derLeute einer gewissen Provinz, wie überhaupt jede Propinz gewisseDienste für den Hof zu leisten hatte. Ihm, den Statthalternund Curacas war da§ Jagdrecht vorbehalten.
Die Glieder der königlichen Familie mußten, um den Rangeines Jnca zu erhalten, im Alter von zehn Jahren sich der Probeeines sechstägigen Fassens unterwerfen, während welcher Zeit sietäglich nur eine Handvoll Mais erhielten. Wer daS nicht aus-halten konnte, wurde zu wettern Prüfungen gar nicht zugelassen;diese bestanden im Wettlaufen, Kämpfen, Werfen mit Steinen undPfeilen und Ertragen der härtesten und strengsten Behandlung. Hatteverjünge Jnca dies alles ehrenvoll bestanden, so kamen seine Mutterund Schwestern herbei und legten ihm die Sandalen mit eigen-händig verfertigten Schnüren an; hierauf wurde er dem Kaiservorgestellt, erhielt die baumwollene Kopfbinde und feierte mit